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  1. Dank eines Billard-Treffers von Torjäger Diego Costa steht Spanien bei der WM in Russland mit einem Bein im Achtelfinale.

    Nach dem mühseligen 1:0 (0:0) gegen ein humorloses iranisches Abwehrbollwerk geht der Weltmeister von 2010 vier Jahre nach seinem Vorrunden-Aus in Brasilien mit vier Punkten in sein letztes Gruppenspiel gegen das bereits gescheiterte Marokko (0 Punkte). (Alle Ergebnisse im Überblick)

    "Ich hatte ein bisschen Glück beim Tor, aber ich bin zufrieden. Wir haben die nötige Geduld und Ruhe bewiesen", sagte Diego Costa, der gegen die lange ultra-defensiven Iraner ein kurioses Siegtor erzielte: Ramin Reazeian schoss bei einem Abwehrversuch das Bein des Torjägers an, der Ball prallte zu dessen drittem Turniertreffer ins Tor (54.).

    Iran-Ausgleich aberkannt

    Zudem hatten die Rote Furie kurz darauf Glück, dass nach einer Video-Überprüfung der Treffer von Saeid Ezatolahi wegen Abseits nicht anerkannt wurde (62): Schwer zu erkennen, aber zweifelsfrei richtig entschieden. Spanien ist nun seit 22 Spielen ungeschlagen, es ist nach Angaben der FIFA die aktuell längste Serie im internationalen Fußball. (SPIELPLAN der WM im Überblick)  

    Auch Irans Team hat noch Chancen auf das Weiterkommen. "Das war unser erster Matchball", sagte Trainer Carlos Queiroz, "den zweiten haben wir gegen Portugal. Wir leben noch - und träumen noch."

    Das Spiel vor 42.718 Zuschauern in Kasan war für die Spanier alles andere als ein Vergnügen. Griffen sie an, standen die Iraner nicht selten hinten mit sechs Mann auf einer Linie, davor sicherten dann noch drei Sechser ab.

    Das Bemühen, dieses bewegliche Dickicht an Beinen mit Pässen zu durchdringen, glich einem Handballspiel. Die Spanier spielten um den Strafraum herum, warteten auf eine Lücke, doch sie fanden kaum eine.

    Gefahr brachten Standards, bei denen neben dem bulligen Diego Costa, zweifacher Torschütze beim 3:3 gegen Portugal, stets die kopfballstarken Innenverteidiger Sergio Ramos und Gerard Pique in den Strafraum rückten und versuchten, sich dort wenigstens die Lufthoheit zu erobern.

    Spanien schwimmt

    Pique bestritt als fünfter der noch mitspielenden Weltmeister von 2010 sein 100. Länderspiel. Die anderen: Ramos, Sergio Busquets, Andres Iniesta und David Silva.

    Spaniens Interimstrainer Fernando Hierro hatten nach dem Remis gegen Portugal und dessen Dreifach-Torschützen Cristiano Ronaldo zwei Änderungen vorgenommen.

    Der wiedergenesene Dani Carvajal besetzte wie gewohnt die rechte Außenbahn, für Koke kam der offensivere Lucas Vasquez - und doch dauerte es bis zur 30. Minute, ehe die Spanier nach einer Kopfballvorlage und einem Drehschuss von Silva die erste Chancen hatten.

    "Ich gratulieren meinen Spielern, es war ein wunderbarer Kampf gegen eine Mannschaft, die die WM gewinnen kann. Wir hatten ein besseres Ergebnis verdient. Wir haben viel in diesem Spiel gelernt, das war unser erster Matchball, der zweite ist gegen Portugal, wir leben noch und träumen", sagte Queiroz nach der Partie. 

    "Schwer, in den Rhythmus zu kommen"

    Spaniens Trainer Fernando Hierro zeigte sich nach den nervenaufreibenden 90 Minuten zufrieden: "Es war das erwartet schwere Spiel. Es gab viele Unterbrechungen. Es war schwer, in den Rhythmus zu kommen. Dann haben wir nach der Pause umgestellt, sind mehr über außen gekommen. Ein 1:0 ist schwer zu verteidigen, wir haben viele Probleme gehabt. Alle hier sind auf einem ähnlichen Niveau. Kein Team macht es dem anderen leicht."

    Es blieb in der ersten Halbzeit bei diesem einen Schuss aufs Tor - bei 72 Prozent Ballbesitz für die Spanier. Danach wurde es ein wenig unterhaltsamer, auch zur Freude der etwa 15.000 Iraner im Stadion, die einen Schuss von Karim Ansarifard ans Außennetz bereits im Tor gesehen hatten.

    Spanien blieb auch nach seinem Führungstreffer überlegen, offenbarte aber auch einige Schwächen bei iranischen Kontern. So auch in der 82. Minute beim Kopfball von Mehdi Taremi.

    Neben den Iranern in Kasan verfolgten auch Tausende im Azadi-Stadion in Teheran die Übertragung aus Kasan - darunter nach einer Kehrtwende der iranischen Behörden erstmals seit der Revolution 1979 auch Frauen.

    Das Provinzparlament von Teheran hatten sich dazu nach dem Sieg gegen Marokko (1:0) entschieden. 

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  2. Sie haben es schon wieder getan. 

    Portugals seltsamer Torjubel bei der WM sorgt weiter für Verwirrung. 

    Auch beim 1:0-Sieg gegen gegen Marokko wurde ein Mitspieler, in dem Fall Joao Moutinho, vom Torjubel mit Cristiano Ronaldo außerhalb des Spielfeldes ausgeschlossen. 

    Nicht etwa, weil er mannschaftlich isoliert wäre. Die Portugiesen sind offenbar einem gewaltigen Jubel-Irrtum aufgesessen. 

    Portugals Jubel-Irrtum: "Wollten sicherstellen, dass nichts passiert"

    Kollege Jose Fonte erklärte nach der Partie in der ARD: "Ich habe gehört, dass es da eine Regel gibt Regel, dass man das Spiel wieder anstoßen könnte, wenn alle das Spielfeld verlassen. Wir wollten einfach sicherstellen, dass uns nichts Seltsames passiert."

    Also verblieb Moutinho als einziger portugiesischer Feldspieler innerhalb des Feldes, während seine Kollegen Ronaldo jenseits der Seitenlinie feierten. 

    Bereits nach dem 3:3-Ausgleich im Auftaktspiel gegen Spanien hatten die Portugiesen pingelig genau auf ihren Jubel geachtet. Damals war Fonte derjenige, der von seinen Kollegen instruiert worden war - und nicht mitjubeln durfte.

    Das Verhalten ist in jedem Fall kurios. Denn eine solche Regel existiert offiziell überhaupt nicht. 

    Auch England folgt einem Regel-Gerücht

    In den Statuten ist in Regel 8 lediglich festgehalten: "Für jeden Anstoß gilt: Alle Spieler, mit Ausnahme des Spielers, der den Anstoß ausführt, befinden sich in der eigenen Spielfeldhälfte."

    Das für die Regeln zuständige International Football Association Board (IFAB) erklärte ausdrücklich, dass es keine davon abweichende Anordnung gebe.

    Demnach können ruhig alle Spieler außerhalb der Spielfläche jubeln. Ein Schiedsrichter wird das Spiel erst dann wieder anpfeifen, wenn die Mannschaft, die getroffen hat, wieder in der eigene Hälfte Aufstellung bezogen hat.

    Diesbezüglich hat offenbar in mehreren Nationalteams Ungewissheit geherrscht. Offenbar auch bei den Engländern.

    Als Siegtorschütze Harry Kane nach seinem späten Siegtreffer gegen Tunesien hinter die Eckfahne gespurtet war, folgten ihm auch lediglich acht Kollegen. Einzig Kieran Trippier verharrte weit entfernt von dem Jubelgeschehen in der Mitte des Platzes.

    Um formelle Bedingungen einzuhalten, die Tunesien an einem schnellen Gegenangriff gehindert hätten? Das war offenbar auch die Intention der Portugiesen. 

    "Das nächste Mal feiern wir alle"

    In der ARD wurde der verdutzte Fonte über den Irrtum aufgeklärt. "Gut. Das nächste Mal gehen wir alle vom Feld und feiern", sagte er.

    Allerdings: Ein wenig Vorsicht ist beim Feiern dennoch geboten. 2015 hatte die U16 von Mazedonien einmal ein Tor gegen Gibraltar äußerst lange bejubelt - allerdings in der eigenen Hälfte.

    Der Schiedsrichter sah alle Voraussetzungen erfüllt und pfiff das Spiel wieder an. Gibraltar nutzte die Gunst der Stunde und traf ins noch immer verwaiste Tor. Es war der Siegtreffer, wie sich später herausstellte. 

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  3. Tod einer Wrestling-Legende: Leon White alias "Big Van Vader" ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Sein Sohn ließ dies über Twitter verlauten.

    Er schreibt, dass der Grund für das Ableben seines Vaters eine schwere Lungenentzündung gewesen sei. Von dieser habe er vor etwa einem Monat erfahren. Medizinische Fortschritte hätten nichts geholfen, sein Herz habe aufgegeben.

    Herzprobleme

    Jenes Herz war es, das White schon länger Probleme bereitet hatte. Im November 2016 verkündete er, dass er wegen eines Herzfehlers nur noch zwei Jahre zu leben habe. Durch Wrestling und Football sei er gesundheitlich angeschlagen.

    White begann seine Wrestling-Karriere im Jahr 1985. Er trug dreimal den World-Heavyweight-Titel in der WCW.

  4. Der Fußball-Weltverband FIFA hat bei der WM in Russland eine Geldstrafe von 10.000 Schweizer Franken gegen Mexiko wegen homophober Rufe aus dem Fanblock während des 1:0-Sieges gegen Deutschland verhängt. Dies gab die FIFA am Mittwoch bekannt. 

    Am vergangenen Sonntag waren aus dem mexikanischen Fanblock im Moskauer Luschniki-Stadion bei Abschlägen und Freistößen des deutschen Teams "puto"-Rufe in Richtung von Torwart und Kapitän Manuel Neuer zu hören gewesen, was so viel wie "Schwuchtel" oder "Stricher" bedeutet.

    Bereits vor der WM hatte der mexikanische Verband die Fans gebeten, mit den Rufen aufzuhören, nachdem sie in den vergangenen Jahren immer wieder zu hören gewesen waren.

    Ebenfalls 10.000 Schweizer Franken Geldbuße muss der serbische Verband zahlen, weil im Spiel gegen Costa Rica ein beleidigendes Banner mit politischem Hintergrund gezeigt worden war.

  5. Regionalligist Waldhof Mannheim hat nach der Lizenzvergabe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an den Drittliga-Aufsteiger KFC Uerdingen Klage vor dem Ständigen Schiedsgericht des DFB eingereicht. Das gab der Klub am Mittwoch bekannt. Die Klage sei bereits am 15. Juni "zur Wahrung der Rechte unseres SV Waldhof Mannheim 07" vorgebracht worden.

    "Wir haben großes Vertrauen in die dort zuständigen Personen und sind zuversichtlich, dass das Verfahren rechtzeitig und professionell abgeschlossen wird", teilte der Verein mit.

    Dem KFC Uerdingen war vom Lizenzausschuss des DFB die Lizenz für die 3. Liga erteilt worden, obwohl der Verband selbst eine mögliche Fristverletzung untersucht hatte. So war eine notwendige Liquiditätsreserve zu spät beim DFB eingegangen. Die Frist endete am 29. Mai um 15.30 Uhr, erst 15.50 Uhr wurde das Geld auf dem DFB-Konto gutgeschrieben.

    Schuld lag bei der Bank

    Die folgende Überprüfung durch den Verband hatte jedoch ergeben, dass die Schuld nicht bei Uerdingen, sondern bei der zuständigen Bank lag. Bereits am Morgen des 29. Mai soll das Geld eingegangen sein, jedoch wurde es erst am Folgetag gutgeschrieben. Uerdingen hatte sogar noch einen zweiten Versuch unternommen und eine Schnellüberweisung vorgenommen, die jedoch erst 15.50 Uhr verbucht wurde.

    Die Krefelder hatten sich in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen Mannheim mit zwei Siegen durchgesetzt. Waldhof war dadurch zum dritten Mal in Folge in den Playoffs gescheitert.

  6. Mit der 0:1-Pleite gegen Spanien hat der Iran im zweiten Spiel der WM-Gruppe B um Haaresbreite eine Sensation verpasst.

    Für die Szene des Spiels sorgte aber nicht der spanische Angreifer Diego Costa mit seinem Billard-Treffer in Minute 54, sondern der iranische Linksverteidiger Milad Mohammadi.

    Der Profi des russischen Klubs Akhmat Grosny schnappte sich in der vierten Minute der Nachspielzeit den Ball für einen Einwurf, küsste ihn mehrfach und warf sich anschließend mit einem Purzelbaum nach vorne - um am Ende doch wieder inne zu halten und das runde Leder normal zu seinem Nebenmann zu werfen.

    Die mehr oder weniger peinliche Aktion des 24-Jährigen sorgt für Hohn und Spott im Netz. SPORT1 zeigt Reaktionen:

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  7. Für ein Public Viewing des Fußball-WM-Spiels der Iraner gegen Spanien (0:1) haben die Behörden in Teheran auf öffentlichen Druck hin ihr Stadionverbot für Frauen offiziell gelockert. Erstmals seit 37 Jahren durften am Mittwochabend im Azadi-Stadion Frauen und Männer gemeinsam ein Fußball-Spiel von Herrenteams verfolgen.

    1981 hatten zum letzten Mal Fans beider Geschlechter Seite an Seite in einem Fußballstadion sitzen dürfen. Offiziell will der einflussreiche Klerus sie damit vor den vulgären Äußerungen und Gesängen der Männer schützen.

    Noch kurz vor Anpfiff der Partie im russischen Kasan sah es so aus, als würden die Behörden im Iran die Veranstaltung verhindern, angeblich "aus Gründen der Infrastruktur". Doch die Fußball-Fans protestierten hartnäckig, veranstalteten Sitzblockaden und diskutierten mit den Polizisten, die die Arena etwa eine Viertelstunde vor Spielbeginn dann doch noch öffneten.

    Frauen kommen mit Tricks ins Stadion

    Etwa 20.000 Tickets wurden für die Übertragung des WM-Spiels auf Videoleinwänden verkauft. Ob Zuschauerinnen auch zukünftig bei Spielen männlicher Teams zugelassen werden, steht aber noch nicht fest. Bislang müssen Frauen zu Tricks greifen, um Spiele zu besuchen: Sie kleben sich Bärte an und verkleiden sich als Männer.

  8. Die französische Radsportlegende Bernard Hinault hat den Ausschluss des viermaligen Tour-de-France-Siegers Christopher Froome (Großbritannien/Sky) von der am 7. Juli beginnenden Frankreich-Rundfahrt gefordert. "Froome sollte beim Start der Tour nicht dabei sein. Ganz einfach, weil er positiv getestet wurde", sagte der fünfmalige Tour-Sieger Hinault der französischen Regionalzeitung Ouest-France.

    Hinault ruft zum Streik auf

    Sollte es nicht dazu kommen, rief der 63-Jährige, der 1985 für den bislang letzten Gesamtsieg eines Franzosen bei der großen Schleife gesorgt hatte, die anderen Fahrer zum Streik gegen Froome auf. "Wenn die internationalen Behörden ihn nicht sanktionieren, liegt es an den anderen Radfahrern, diese Verantwortung zu übernehmen", sagte Hinault der französischen Nachrichtenagentur AFP: "Das Peloton sollte einfach anhalten und sagen: 'Wenn er dabei ist, sind wir es nicht'."

    Kurz nach seinem Vuelta-Sieg war der Brite Froome im September 2017 über einen anormalen Test auf das Asthmamittel Salbutamol informiert worden. Froome und sein Erfolgsteam Sky sind seither um eine Entlastung des Tour-Titelverteidigers bemüht. Dass die Akte Froome noch vor dem Beginn der Tour de France geschlossen werden kann, hatte Präsident David Lappartient vom Weltverband UCI jüngst für unwahrscheinlich erklärt.

    Froome gewann Giro d'Italia unter Kritik

    Beim Giro d'Italia im Mai war Froome (33) unter erheblicher Kritik einiger Fahrerkollegen angetreten und sicherte sich erstmals auch den Sieg bei der zweitgrößten Landesrundfahrt.

    Mit seinem fünften Tour-Sieg würde Froome mit Hinault, dessen Landsmann Jacques Anquetil und dem Spanier Miguel Indurain gleichziehen. Häufiger hatte nur Lance Armstrong die Frankreich-Rundfahrt gewonnen. Die sieben Siege des US-Amerikaners (1999 bis 2005) wurden allerdings wegen Dopings nachträglich aberkannt.

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