Sport allgemeine News

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  1. Der NFL droht 2019 ein unangenehmes Problem.

    Die Stadt Oakland hat in Kalifornien eine Klage gegen die Raiders und die NFL eingereicht - wegen des für 2020 geplanten Umzuges des Teams nach Las Vegas.

    Oakland bezeichnet die NFL in der Klageschrift als "Kartell" und hält den geplanten Umzug für illegal. Die Stadt klagt auf Schadensersatz für entgangene Einnahmen und für die Raiders ausgegebene Steuergelder. Die Liga habe "den Football-Standort Oakland boykottiert, gegen US-Kartellrecht und die eigenen Regeln für den Umzug eines Teams verstoßen".

    NFL droht heftiger Schadensersatz

    Der NFL droht neben saftigen Strafen und Schadensersatz auch ein unmittelbares Problem für die nächste Saison.

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    Denn die Raiders haben für 2019 aktuell kein Stadion. Raiders-Eigentümer Mark Davis hatte immer wieder betont, sein Team werde nicht in Oakland spielen, falls die Stadt eine Klage anstrenge.

    Aktuell gibt es keinen Pachtvertrag über die aktuelle Spielzeit hinaus. Die Pacht hatte sich im Januar 2016 bereits verdreifacht, als der Umzug nach Las Vegas per Handschlag besiegelt wurde - ein Jahr vor der Erlaubnis der NFL. Zudem wurden seitdem die Namensrechte am Oakland Coliseum nicht mehr verkauft. Dieses Geld fehlt den Raiders ebenfalls.

    "Ich würde 2019 sehr gerne in Oakland spielen. Der Pachtvertrag liegt dem Stadtrat schon lange unterschriftsreif vor. Aber: warum sollte ich ihnen drei, vier oder fünf Millionen zahlen, die sie dazu benutzen, mich zu verklagen", sagte Davis im November bei ESPN.

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    Raiders ohne Heimat für 2019

    Als mögliche Spielstätte für 2019 würde sich das Levi's Stadium der San Francisco 49ers anbieten, als Lokalrivale kommt das für die Raiders und die Fans aber nicht infrage.

    Die Ausweichlösung wäre San Diego, da die Chargers inzwischen in Los Angeles spielen. Allerdings fürchtet die NFL drei in Südkalifornien geballte Teams - wegen Zuschauerzahlen und lokalem TV. Vielleicht müssen die Raiders deshalb sogar ein Jahr früher nach Las Vegas und im College-Stadion der ansässigen Universität UNLV antreten. Die neue Mega-Arena der Raiders in der Glücksspielmetropole wird erst für 2020 fertig.

    So oder so ist die Geschichte für die NFL jetzt bereits eine öffentliche Blamage.

  2. In der Hotellobby scherzte Henk Groener noch gemeinsam mit seinen Landsfrauen, aber beim Showdown in Nancy kennt der Bundestrainer der deutschen Handballerinnen für 60 Minuten keine Freunde mehr.

    "Es ist schön und gut, dass sie in Orange spielen", sagt der Niederländer vor dem Hauptrunde-Finale am Mittwoch. "Das ändert aber nichts, wir wollen gewinnen." (Handball-EM der Frauen: Deutschland - Niederlande am Mittwoch um 21 Uhr im LIVETICKER

    Vom ersten EM-Halbfinale seit zehn Jahren bis zu Gruppenplatz fünf ist für die junge deutsche Mannschaft noch alles möglich. Aber mit Rechenspielen und eventuelle Schützenhilfe beschäftigte sich Deutschland vor dem Duell gegen Groeners Ex-Team nicht.

    Eines ist klar: Die DHB-Frauen müssen definitiv siegen. Sollte Rumänien gegen Ungarn parallel mindestens einen Punkt holen, ist Deutschland im Halbfinale. Kompliziert wird es, falls Rumänien verliert, denn dann könnte es zu einem Vierer- oder sogar Fünfervergleich kommen. (Tabellen der Handball-EM)

    So kommt Deutschland noch weiter:

    Die Grundvoraussetzung für den Einzug ins Halbfinale ist...
    ...ein Sieg gegen Vize-Europameister Niederlande am Mittwoch

    Damit Deutschland dann aber sicher im Halbfinale ist, muss Rumänien noch mindestens einen Punkt gegen Ungarn holen. Denn dann käme es im Kampf um den zweiten Platz hinter Rumänien zum Dreiervergleich mit Norwegen und den Niederlanden, den die DHB-Frauen dank zweier Siege für sich entscheiden würden.

    Das passiert bei einem Sieg Deutschlands und gleichzeitiger Niederlage Rumäniens:

    Tritt dieser Fall ein, hätten Rumänien, Niederlande, Ungarn und Deutschland sechs Punkte. Gewinnt Norwegen zudem noch gegen Spanien, wären sogar fünf Mannschaften punktgleich. Norwegen hätte dann die beste Ausgangslage, da sie gleich zwei Gegner mit 13 Toren Differenz besiegten. Auch Rumänien hätte dank zweier klarer Siege gegen Deutschland und Norwegen gute Karten. Deutschland könnte mit einem hohen Sieg gegen die Niederlande allerdings noch auf Platz 2 springen. In einem Vierervergleich ohne Norwegen hätte Deutschland keine Chance, da einem Sieg gegen die Niederlande zwei Niederlagen gegen Rumänien und Ungarn gegenüberstehen würden.

    Regelwerk:

    Bei Punktgleichheit zweier Teams entscheidet der direkte Vergleich. Besitzen drei oder mehr Teams dieselbe Punktzahl, entscheidet eine separate Tabelle - gebildet aus den punktgleichen Teams und deren direkten Duellen - über das Ranking dieser Teams. In dieser Tabelle gelten folgende Kriterien für die Rangordnung: 1) Punktzahl, 2) Tordifferenz, 3) Anzahl geworfener Tore. 

    Die aktuelle Tabelle der Hauptrunden-Gruppe II:
    1. Rumänien                   4   3   0   1   111:101    6
    2. Niederlande                4   3   0   1   101:105    6
    3. Norwegen                   4   2   0   2   122:105    4
    4. Deutschland                4   2   0   2   111:110    4
    5. Ungarn                     4   2   0   2   108:117    4
    6. Spanien                    4   0   0   4   101:116    0

    Die deutschen Hauptrunden-Spiele im Überblick:

    7. Dezember, 18 Uhr: Spanien - Deutschland (23:29)
    9. Dezember, 15 Uhr: Ungarn - Deutschland (26:25)
    12. Dezember, 21 Uhr: Niederlande - Deutschland (21 Uhr im LIVETICKER)

    So können Sie die Handball EM der Frauen LIVE sehen:

    TV: -
    STREAMsportdeutschland.tv
    LIVETICKER: SPORT1.de

  3. Er zählt zu den besten Performern, die WWE hat - wobei viele Fans der weltgrößten Liga davon noch wenig mitbekommen haben.

    Der 32 Jahre alte Mustafa Ali hat sich viel Anerkennung erarbeitet durch spektakuläre Matches bei der Cruiserweight-Show 205 Live, die nur für die Abonnenten des Streaming-Portals WWE Network sichtbar ist.

    Ali empfahl sich bei 205 Live für größere Aufgaben, unter anderem lobte ihn der langjährige WWE-Star Jeff Hardy im Gespräch mit SPORT1: Ali sei in der neuen WWE-Generation derjenige, der am meisten den Geist der Waghalsigkeit verkörpere, mit dem auch er populär wurde.

    Nun trat Ali erstmals bei der dienstäglichen TV-Show SmackDown Live an und lieferte dort gleich mal ein beeindruckendes Match gegen den amtierenden WWE-Champion Daniel Bryan.

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    Lesen Sie auch:
    So funktioniert die Showkampf-Liga WWE
    Das ABC der Wrestling-Fachbegriffe
    Im TV und WWE Network: Was läuft wo?

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    Daniel Bryan ohrfeigt Mustafa Ali - weil er SUV fährt

    Ali unterbrach zu Beginn der Show eine Ansprache des Titelträgers, der darin einmal mehr seinen Charakter als "neuer Daniel Bryan" unterstrich, als von den Fans abgewandter Moralapostel: Er hielt den Zuschauern vor, Parasiten zu sein, die durch rücksichtslosen Konsum den Planeten zerstören.

    Ali unterbrach und wunderte sich über Bryan, der andeutete, dass er nicht gegen Ali antreten wolle, weil die Fans dieses Match nicht verdienen würden. Er hielt fest, dass der alte Daniel Bryan ihn und alle anderen Cruisergewichtler mit seiner Underdog-Story inspiriert hätte und fragte sich, was passiert sei.

    Bryans Antwort: Er fragte Ali, was für ein Auto er fahre. Als Ali antwortete, dass er als Familienvater einen SUV fahre, meinte Bryan, das sei schlecht für die Umwelt - und ohrfeigte Ali. Ali ließ sich das nicht gefallen - und das Match ging doch über die Bühne.

    Ali zeigte gegen im Match Bryan (in dem die Fans zeitweise den Sprechchor "SUV! SUV!" skandierten) die Flugmanöver, mit denen er bei 205 Live populär wurde, sein spektakulärstes, der so genannte 054, ein eingedrehter 450-Grad-Salto, ging jedoch daneben. Bryan, der zuvor schon systematisch Alis Bein bearbeitet hatte, nahm ihn in einen Heel Hook und zwang ihn zur Aufgabe.

    Es folgte eine fortgesetzte Attacke auf Ali, die auch als Botschaft an Ex-Champion AJ Styles gedacht war, Bryans Gegner bei der Großveranstaltung TLC am Sonntag.

    Die weiteren Highlights:

    - Vor der Titelverteidigung gegen The New Day und die Usos am Sonntag trafen die Tag Team Champions Sheamus und Cesaro bei SmackDown schon einmal auf ihre Gegner - in einem Rap-Battle gegen die Usos mit New Day als Schiedsrichter. The Bar gingen mit einer umgedichteten Variante des berühmt-berüchtigten "Ice Ice Baby" ins Rennen, bekamen von den Usos aber recht deutlich die Grenzen ihrer lyrischen Fähigkeiten aufgezeigt. Cesaro und Sheamus attackierten die beiden, die schüttelten und gingen auf New Day los - ehe The Bar am Ende doch die Oberhand behielten.

    - The Miz versuchte sich einmal mehr, bei SmackDown-Chef Shane McMahon liebkind zu machen, er heuerte sogar extra zwei Gegner und einen Ringrichter an, damit sie gemeinsam ein Match bestreiten konnten. McMahon besiegte die "Vegas Boys" letztlich aber im Alleingang mit einem Triangle Choke und ärgerte sich letztlich nur noch mehr über Miz.

    - In einer Verknüpfung zweier aktueller Fehden taten sich Rusev und Jeff Hardy gegen ihre Rivalen Shinsuke Nakamura und Samoa Joe zusammen. Rusev gelang am Ende der Pinfall gegen US-Champion Nakamura, der seine Titelambitionen unterstrich.

    - Randy Orton gab bekannt, dass er bei TLC in einem Chairs Match auf Rey Mysterio treffen wird - und bekam einen ungewollten Vorgeschmack: Mysterio attackierte ihn mit einem Stuhl und rächte sich damit für Ortons Attacken in den vergangenen Wochen.

    - Einen weiteren TLC-Vorgeschmack und zugleich einen WrestleMania-Rückkampf gab es am Ende der Show: Asuka und Charlotte Flair trafen aufeinander, ehe beiden am Sonntag in einem TLC-Match Damenchampion Becky Lynch herausfordern werden. Das ausgeglichene Match endete mit einem Zitat von Charlottes Attacke auf Ronda Rousey bei den Survivor Series: Sie griff Asuka mit einem Kendostab an und handelte sich damit die Disqualifikation ein. Charlotte ging mit ihrer Waffe dann auch auf Gastkommentatorin Lynch los, die ihr die Waffe aber abnahm, dann wiederum aber von Asuka überwältigt wurde, die schließlich beiden Gegnerinnen noch Hiebe mitgab und am Ende über ihnen thronte.

    Die Ergebnisse von WWE SmackDown Live:

    Non Title Match: Daniel Bryan besiegt Mustafa Ali
    Shane McMahon & The Miz besiegen The Vegas Boys
    Jeff Hardy & Rusev besiegen Samoa Joe & Shinsuke Nakamura
    Asuka besiegt Charlotte durch Disqualifikation

  4. Bayer Leverkusen bestreitet sein letztes Gruppenspiel in der Europa League am Donnerstag bei AEK Larnaka auf Zypern ohne acht Stammkräfte. (Europa League: AEK Larnaka, Donnerstag ab 21.00 Uhr im Liveticker)

    Trainer Heiko Herrlich verzichtet mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel in der Liga bei Eintracht Frankfurt am kommenden Sonntag auf die angeschlagenen Profis Karim Bellarabi (steifer Nacken), Jonathan Tah (Adduktorenprobleme) und Sven Bender (Sprunggelenksprobleme).

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    Zwei U19-Spieler im Bayer-Kader

    Zudem werden Vizeweltmeister Tin Jedvaj, Kevin Volland, Kai Havertz, Charles Aranguiz sowie Torwart Lukas Hradecky geschont.

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    Aufgefüllt wird das Aufgebot der Werkself mit den beiden U19-Spielern Herdi Bukusu und Adrian Stanilewicz.

  5. Im Rücken von Uli Hoeneß stahl sich Hasan Salihamidzic davon, als der Präsident gerade dabei war, seinen FC Bayern in Alarmbereitschaft zu versetzen. Wenige Minuten zuvor hatten die Münchner beim 3:3 gegen Düsseldorf eine gefühlte Niederlage erlebt. Sie befanden sich auf dem Höhepunkt ihrer sportlichen Krise.

    Während Hoeneß ankündigte, alles auf den "Prüfstand" stellen zu wollen und auch Trainer Niko Kovac indirekt anschoss, war vom Sportdirektor nichts zu hören. Die erste Reihe nahm Hoeneß für sich ein.

    Nun aber, rund drei Wochen später, ist die Rollenverteilung bei den Münchnern eine andere: Fortan steht Salihamidzic an vorderster Front.

    Fast schon plakativ überließ ihm Karl-Heinz Rummenigge am Dienstagmorgen vor der Reise zum letzten Gruppenspiel in der Champions League bei Ajax Amsterdam die große Bühne. Salihamidzic sprach erstmals am Flughafen vor den rund 30 anwesenden Journalisten, während der Bayern-Boss einen Termin in der Allianz Arena wahrnahm. (Champions League: Ajax Amsterdam - FC Bayern, Mittwoch ab 21 Uhr im LIVETICKER)

    Alle Infos zum letzten Gruppenspieltag am Mittwoch ab 20.30 Uhr im Fantalk LIVE auf SPORT1 im FREE-TV und im konstenlosen LIVESTREAM

    Rummenigge: "Er soll sich profilieren"

    "Karl-Heinz Rummenigge hat mir gesagt, dass er mir die Rolle übertragen möchte. Dieser stelle ich mich gern", erklärte Salihamidzic auf SPORT1-Nachfrage und fügte hinzu, dass dies wohl auch zukünftig der Fall sei.

    Was wie eine inszenierte Beförderung des Sportdirektors wirkte, ist vielmehr eine längst notwendige Maßnahme, um ihn zu stärken. Nicht umsonst erklärte Rummenigge diese Maßnahme damit, dass sich Salihamidzic zukünftig ein "Stück profilieren soll und auch muss".

    Vielfach wurde er in der Vergangenheit ob seiner nicht vorhandenen medialen Präsenz kritisiert. Hoeneß und Rummenigge entging das nicht. Aber sie müssen sich ankreiden lassen, selbst einiges dafür getan zu haben, dass der 41-Jährige derart schwach wahrgenommen wird. Etwa auf ihrer legendären Krawall-PK, als die Bosse mit Medien und Kritikern abrechneten, Salihamidzic indes neben ihnen saß und wie eine Randfigur wirkte - aber nicht wie ein starker Sportdirektor.

    Das soll sich fortan ändern. Sein Auftritt am Dienstagmorgen ist dafür stellvertretend. Salihamidzic traf klare Aussagen und verzichtete weitgehend auf leere Worthülsen. Er wirkte schlichtweg sicherer, selbstbewusster und besser vorbereitet als sonst.

    Salihamidzic gibt selbstbewusstes Interview

    Bereits am Wochenende hatte er mit einem Interview in der Welt am Sonntag aufhorchen lassen.

    "In meiner bisherigen Arbeit habe ich wahrscheinlich mehr bewegt als meine Vorgänger in ihrer gesamten Amtszeit beim FC Bayern", hatte Salihamidzic darin erklärt, um auf SPORT1-Nachfrage klarzustellen, dass er damit niemanden habe angreifen wollen - also weder seinen direkten Vorgänger Matthias Sammer, der 2016 aus gesundheitlichen Gründen als Sportvorstand zurücktrat, noch Christian Nerlinger, die er beide "sehr schätze".

    Vielmehr habe er darauf hinweisen wollen, um "wie viel umfangreicher" seine Aufgaben im Vergleich zu seinen Vorgängern seien.

    "Ich habe das Bewusstsein wecken wollen, dass die Leistung eines Managers nicht nur an der Anzahl der Worte, die er nach außen sagt, bemessen werden soll. Sondern daran, wie er nach innen arbeitet, was er im Verein macht, wie viele Verträge er verhandelt, welche Trainer er verpflichtet, und welche Strukturen er schafft, die der Mannschaft und dem Verein helfen", erklärte er am Dienstag in München.

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    "Brazzo" plant den Umbruch

    Was aber genau sind die Aufgaben von Salihamidzic?

    Er soll als Bindeglied zwischen Mannschaft, Trainer und den Bossen agieren, dazu die Jugendarbeit fördern. Als Sportdirektor ist er auch hauptverantwortlich für die Kaderplanung der Bayern. Regelmäßig tauscht er sich daher mit Chefscout Marco Neppe aus und hält Rücksprache mit den Bossen.

    Schließlich steht bei den Bayern spätestens im Sommer der große Umbruch an. Rummenigge traut ihm diese Mammutaufgabe zu: "Die Dinge, die er vorbereitet, sind sehr klug und lassen uns ziemlich entspannt in die Zukunft schauen. Unser Sportdirektor arbeitet im Moment mit Volldampf an der Zukunft."

    Salihamidzic wird sich an den nächsten Personalentscheidungen messen lassen müssen. Winter-Neuzugang und Kanada-Talent Alphonso Davies (18) verpflichtete er nahezu in Eigenregie - für rund 19 Millionen Euro inklusive möglicher Bonuszahlungen. Was Davies wirklich drauf hat, wird sich aber erst noch herausstellen.

    Zwei Spieler, die er auch im Blick hat, sieht Salihamidzic am Mittwochabend live: Die Ajax-Juwele Frenkie de Jong (21) und Matthijs de Ligt (19). Mindestens einen davon will er im Sommer zum Rekordmeister lotsen.

    Auch mit seiner persönlichen Zukunft sieht sich der frühere Mittelfeldspieler zunehmend konfrontiert. Nicht wenige rechneten damit, dass auch sein Schicksal hätte besiegelt sein können, wäre Kovac nach dem Düsseldorf-Remis nicht wieder in die Erfolgsspur gelangt.

    Salihamidzic ließ sich davon öffentlich nicht beirren, ebenso wenig wie von Hoeneß' Bestätigung, sich mit Oliver Kahn als möglicher Besetzung eines Vorstandspostens auseinandersetzen zu wollen.

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    "Mit Olli zusammenzuarbeiten, kann ich mir natürlich vorstellen. Aber für mich kommt es überhaupt nicht infrage, unter einem Sportvorstand zu arbeiten", sagte Salihamidzic in der Welt am Sonntag deutlich. Soll heißen: "Brazzo" (das Bürschchen) bedient sich fortan auch der "Abteilung Attacke".

    Hoeneß: "Er ist der richtige Mann"

    Seine Ansage lässt durchblicken, dass Salihamidzic seine eigene Beförderung nicht als utopisch ansieht, denn für eben jene Rolle als Sportvorstand sei er "offen". Zumal Kahn vor allem als möglicher Nachfolger für den Posten des Vorstandsvorsitzenden in Frage käme, sollte Rummenigge in dieser Position vielleicht schon 2019, spätestens 2021 aufhören.

    Dass Hoeneß und Rummenigge nach dem Vertrauensvorschuss für Niko Kovac nun auch Salihamidzic zunehmend stärken, ist nicht zu übersehen. Im Gespräch mit SPORT1 bestätigt Hoeneß diesen Eindruck: "Wir haben immer gesagt, dass er der richtige Mann ist - und daran hat sich nichts geändert."

    Kurz zuvor hatte Hoeneß übrigens als erster das Flughafen-Terminal 2 erreicht. Den Medien ging er aus dem Weg, indem er schnellen Schrittes hinter der Interview-Wand entlangging. Die erste Reihe war diesmal Salihamidzic vorbehalten.

  6. Jürgen Klopp bahnte sich seinen Weg zum Matchwinner Alisson und fiel ihm jubelnd um den Hals.

    Mit einem spektakulären Reflex rettete der brasilianische Nationaltorhüter in der Nachspielzeit dem FC Liverpool den knappen 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den SSC Neapel, der den Reds das Überwintern in der Champions League sicherte. (Spielplan und Ergebnisse)

    "Der Save von Alisson war Wahnsinn - sowas habe ich noch nicht gesehen!", sagte Klopp anschließend bei Sky über Alissons Glanztat gegen den eingewechselten Arkadiusz Milik. "Ich habe keine Worte dafür, da wurde er zu unserem Lebensretter", fügte Klopp später an, "hätte ich gewusst, dass Alisson dermaßen gut ist, hätte ich das Doppelte für ihn gezahlt."  

    Entsprechend groß war die Erleichterung beim 51-Jährigen, dass sein Team das Vorrunden-Aus in der Champions League doch noch abwenden konnte. "Ich war mir keine Sekunde sicher, dass wir durch sind."

    Klopp "so stolz" auf sein Team

    Letztlich machte das Tor von Mohamed Salah (34.) den Unterschied aus. Der direkte Vergleich der beiden Teams endete damit remis, nur aufgrund der mehr erzielten Tore löste Liverpool das Ticket fürs Achtelfinale.

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    "Ich bin einfach so stolz auf das, was meine Jungs hier abgerissen haben", sagte Klopp, der aufgrund vieler vergebener Chancen seines Teams bis zur letzten Sekunde zittern musste. "Wir haben ihnen ihr Spiel zunichte gemacht. Wir haben nicht oft genug getroffen, aber das ist jetzt völlig wurscht."

    Salah düpiert Ospina

    Im ersten Durchgang hatte Salah (34.) für Liverpool das Tor zum Achtelfinale aufgestoßen, Ospina sah dabei nicht gut aus. Der Neapel-Keeper ließ sich aus spitzem Winkel tunneln und verschuldete so den Gegentreffer. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

    "Er ist ein Matchwinner, ein Weltklassespieler und er hat es für uns schon wieder getan", lobte Mittelfeldmann James Milner den Angreifer.

    Der Ägypter erzielte in seinem neunten Heimspiel in der Champions League für die Reds sein neuntes Tor - nur Klub-Idol Steven Gerrard (14 Tore) gelangen noch mehr. In der Premier League hatte Salah am vergangenen Samstag den LFC mit einem Dreierpack beim 4:0-Erfolg in Bournemouth an die Tabellenspitze geführt.

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    Liverpools Gegner Neapel stieg durch die Niederlage in die Europa League ab.

    Im Parallelspiel löste Paris Saint-Germain mit einem 4:1 (2:0)-Erfolg bei Roter Stern Belgrad seine Pflichtaufgabe und zog als Gruppenerster in die K.o.-Runde ein. (Die Tabelle der Gruppe C)

  7. Borussia Dortmund hat in der Gruppenphase der Champions League einen neuen Rekord aufgestellt. Fünf Mal zu Null - das hatte vor dem BVB zuvor noch keine deutsche Mannschaft in der Königsklasse geschafft.

    Am Dienstag bekam AS Monaco beim 2:0-Erfolg die neue Stärke der Borussia zu spüren. Der neue Trainer Lucien Favre hat es mit harter Arbeit geschafft, die in den letzten Jahren oft zu anfällige Defensive endlich sattelfest zu machen.  

    Sebastian Kehl lobt die Arbeit des neuen Trainers in den höchsten Tönen. "Wir haben zuletzt häufiger betont, wie wichtig die Defensive ist, wie stark wir seit dem Sommer daran gearbeitet haben, wie stark der Fokus im Training darauf ist. Das zahlt sich aus", erklärte der Leiter der Lizenzspielerabteilung: "Die Abläufe funktionieren sehr, sehr gut. Wir stehen sehr kompakt und lassen wenig zu."

    Nur Atletico trifft gegen den BVB

    Nur im Rückspiel bei Atletico Madrid kassierte der BVB zwei Treffer durch Saul Niguez und Antoine Griezmann. Ansonsten hielt sich die Borussia beim 4:0 gegen Madrid, 1:0 und 0:0 gegen Brügge sowie 2:0 und 3:0 gegen Monaco schadlos. Keine Mannschaft in der aktuellen Königsklassen-Saison hat weniger Treffer kassiert als Dortmund.

    Die Veränderungen zur vergangenen Saison sind deutlich zu sehen. Dabei spielt es auch keine Rolle, wen Favre in der Defensive einsetzt. Egal, ob Ömer Toprak, Dan-Axel Zagadou, Manuel Akanji oder Abdou Diallo verteidigen, egal ob Roman Bürki im Tor steht oder Marwin Hitz.

    "Sie finden meistens eine gute Lösung", lobte Torhüter Roman Bürki seine Innenverteidiger Manuel Akanji und Abdou Diallo nach dem 2:1-Sieg im Revierderby bei Schalke 04. Der Lohn: Mit 36 Punkten nach 14 Spielen stehen die Dortmunder auch in der Bundesliga so gut da wie seit dem Meisterjahr 2010/11 (37) nicht mehr.

    Zudem haben die beiden Neuzugänge Thomas Delaney und Axel Witsel prächtig eingeschlagen. Das Duo arbeitet nicht nur viel nach vorne, sondern sichert auch die Defensive.

    Kehl verweist noch auf einen weiteren Grund für die neue Dortmunder Stärke: "Dass wir nach vorne immer gefährlich sein können, haben wir oft genug bewiesen. Aber Grundlage für alles ist die Bereitschaft von allen, nach hinten zu arbeiten."

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    Watzke schwärmt vom neuen BVB

    BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gerät angesichts der neuen Borussia ins Schwärmen. "Wir brauchen uns nicht selbst feiern, aber im Moment ist alles traumhaft", frohlockte Watzke. Den zwar nicht glanzvollen, aber souveränen Auftritt der Reservisten in Monaco wertete der Vereinschef als Indiz für die gewachsene Schlagkraft der Borussia: "Man hat gesehen, dass auch der zweite Anzug passt. Das ist sicher im Moment eine Stärke, dass wir so eine große Breite haben."

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    Da passt es auch ins Bild, dass Ex-Kapitän Marcel Schmelzer nach längerer Verletzungspause gegen Monaco ein gelungenes Comeback in der Defensive feierte.

    "Nach fast zwei Monaten Pause war es sehr anstrengend heute. Aber es war auch ein sehr schönes Gefühl", freute sich der Linksverteidiger: "Ein Riesenkompliment an alle, die heute auf dem Platz standen. Das lässt uns in diesem Jahr richtig gut aussehen."

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