Sport allgemeine News

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  1. Mittelfeldspieler Mike Frantz ist neuer Kapitän des Bundesligisten SC Freiburg.

    Wie der Klub am Donnerstag via Twitter mitteilte, wurde der 31-Jährige von seinen Mannschaftskollegen gewählt und tritt die Nachfolge von Julian Schuster an. Frantz' Stellvertreter sind Nationalspieler Nils Petersen (29) und Verteidiger Christian Günter (25).

    "Das ist eine schöne Wertschätzung, zumal das Votum aus dem Kreis der Kollegen kommt und nicht bestimmt wurde", sagte Frantz.

    Die Breisgauer starten am kommenden Montag (18.30 Uhr im LIVETICKER im DFB-Pokal bei Drittliga-Aufsteiger Energie Cottbus in die Pflichtspielsaison. In der Bundesliga empfängt Freiburg am 25. August zum Auftakt Pokalsieger Eintracht Frankfurt. 

  2. Die Delegierten der Mitgliederverbände haben auf der Jahrestagung des Tennis-Weltverbandes ITF die umstrittene Davis-Cup-Reform verabschiedet.

    Die von ITF-Präsident David Haggerty unterstützten Pläne zur Neustrukturierung des traditionsreichen Wettbewerbs erhielten in Orlando/Florida die notwendige Zweidrittelmehrheit. Der Widerstand der großen Tennisnationen Großbritannien, Australien und Deutschland reichte nicht aus.

    "Für uns ist das Ergebnis eine herbe Enttäuschung, die uns erst einmal fassungslos macht", sagte Ulrich Klaus, Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB): "Wir sind bis zum Schluss davon ausgegangen, dass die Mehrheit der Mitgliedsnationen vernünftig und mit Bedacht abstimmen würde. Wir haben stets betont, dass wir gewisse Anpassungen im Davis Cup für notwendig erachten – aber keine Reform, die den etablierten Wettbewerb abschafft."

    Damit wird bereits 2019 in einem neuen Format um den 118 Jahre alten Davis Cup gespielt.

    Einwöchiges Turnier um Davis Cup

    Anstelle von vier über das gesamte Jahr verteilten Runden mit Heim- und Auswärtsspielen in der Weltgruppe spielen nun 18 Teams in einem einwöchigen Turnier in der zweiten November-Hälfte um die Trophäe.

    Nach einer Vorrunde folgt eine Finalrunde im Knock-out-Format mit jeweils zwei Einzeln und einem Doppel über zwei Gewinnsätze. In einem Quali-Turnier im Februar sollen 16 Teilnehmer ermittelt werden, zwei weitere erhalten eine Wildcard. Lille und Madrid haben bereits ihr Interesse als Gastgeber signalisiert.

    Haggerty und seine Mitstreiter aus dem ITF-Board überzeugten die Verbände mit viel Geld von der Reform. "Die ITF ist die einzige Organisation, die Geld in die Entwicklung des Spiels steckt. Und dieses Projekt versetzt uns dazu in die Lage", sagte der Funktionär aus den USA vor der Abstimmung. Für die Finanzierung soll die Investmentgruppe Kosmos sorgen, zu deren Gründern Spaniens ehemaliger Fußball-Weltmeister Gerard Pique gehört. Drei Milliarden Dollar für 25 Jahre sind versprochen, allerdings fehlt den Kritikern bei diesem Deal die Transparenz.

  3. RB Leipzig will den nächsten Schritt in Richtung UEFA Europa League gehen. Im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde muss der Bundesligist bei Universitatea Craiova (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) allerdings auf seinen besten Stürmer Timo Werner verzichten.  

    Wie Trainer Ralf Rangnick am Mittwoch mitteilte, werde der Nationalspieler "aufgrund einer Blockade im Rücken" nicht mit nach Rumänien reisen. Der 22-Jährige hatte das Training am Dienstag mit Beschwerden abbrechen müssen.

    Rangnick setzt gegen Craiova auf Stammkräfte

    Im Gegensatz zu dem Angreifer stehen die Stammspieler Marcel Sabitzer, Emil Forsberg und Yussuf Poulsen allesamt in der Startelf. 

    So spielt RB Leipzig:

    "Craiova hat ein modernes Stadion, das sicherlich sehr voll wird. Dementsprechend hoch wird der Lärmpegel sein. Uns erwartet ein hitziges Duell", warnte Rangnick, "darauf sind wir eingestellt und darauf freuen wir uns."

    Die Fan-Unterstützung vor Ort für Rangnicks Team wird äußerst gering sein. Nach Angaben der Leipziger Volkszeitung traten nur sieben Anhänger die Reise nach Rumänien an.

    Auf eine TV-Übertragung der Partie in Deutschland konnte sich Craiova mit keinem Anbieter einigen.

    Das Hinspiel gegen Craiova hatte Leipzig mit 3:1 gewonnen. In der finalen Playoff-Runde am 23. und 30. August würde Leipzig im Kampf um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League auf Sorja Luhansk/Ukraine oder Sporting Braga/Portugal treffen.

    So können Sie Craiova vs. RB Leipzig live verfolgen:

    LIVETICKER:SPORT1.de

  4. Die Trikots der Bundesligisten zum Durchklicken:

    Die Bundesligisten treten in der anstehenden Saison mit neuen Trikots an. Mediadesign-Experten einer Hochschule bewerten das beste Dress. Ein Underdog mischt in dieser Hinsicht die Liga auf.

    SPORT1 zeigt, welcher Klub modisch die beste Wahl getroffen hat.

  5. Nach dem Brückenunglück in Genua mit mindestens 39 Todesopfern werden die ursprünglich für Sonntag angesetzten Liga-Auftaktspiele der Erstligisten Sampdoria und CFC Genua verschoben. Das teilte die italienische Fußball-Liga am Donnerstag mit.

    Beide Klubs hatten um eine Spielverlegung gebeten. Für Sampdoria war ein Heimspiel gegen den AC Florenz angesetzt, CFC Genua sollte zum Saisonstart beim AC Mailand antreten.

    Beide Gegner hätten angesichts der Tragödie ihre Zustimmung erteilt, hieß es in dem Statement der Lega Serie A. Die Ausweichtermine sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.

    Schweigeminute vor jeder Partie

    Schon zuvor war entschieden worden, vor Anpfiff jeder Serie-A-Partie am kommenden Wochenende eine Schweigeminute abzuhalten. Zudem werden alle Spieler einen Trauerflor tragen.

  6. Sören Behrmann sitzt an seinem Schreibtisch in einem Autohaus in Stade. Aus seinem Büro schaut er auf die frisch polierten Wagen im Showroom und wartet auf Kundschaft. Dabei kreisen Behrmanns Gedanken seit Tagen vor allem um Robert Lewandowski, Thomas Müller, Manuel Neuer und Co.

    "Wir können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht", sagte Behrmann. Die Erstrundenpartie im DFB-Pokal gegen Bayern München am Samstag (15.30 Uhr im LIVETICKER) sei für ihn und seine Mitspieler von Regionalligist Drochtersen/Assel "ein Jahrhundertspiel". Schon nach der Auslosung am 8. Juni, "einem der schönsten Tage in meinem Leben", habe er "43 Stunden lang nicht geschlafen".

    Behrmanns blaue Augen leuchten, wenn er vom Duell mit dem Rekordmeister spricht. Der Kapitän des Viertligisten, der im echten Leben täglich von 8 bis 18 Uhr Autos verkauft, war schon dabei, als Drochtersen vor zwei Jahren in der 1. Runde haarscharf an einer Sensation gegen Borussia Mönchengladbach (0:1) vorbeischrammte. "Gladbach war unser Highlight, aber Bayern sprengt alle Dimensionen", sagt der 28 Jahre alte Innenverteidiger.

    Seit Tagen gibt es in der 11.500-Einwohner-Gemeinde, 45 Kilometer nordwestlich von Hamburg, nur dieses eine Thema. Selbst die Kirche kann sich der Faszination des bevorstehenden Großereignisses nicht entziehen. "Wir glauben an Wunder. Wir vertrauen auf Gott. Wir sind D/A", begrüßt das örtliche Gotteshaus seine Gäste im Stadtzentrum mit einem riesigen Banner.

    Bürgermeister im Fußballfieber

    Im historischen Rathaus trägt Bürgermeister Mike Eckhoff dieser Tage schonmal seinen Fanschal. "Das Spiel ist in aller Munde. Ob Kirche oder Bürger - wir fiebern alle daraufhin", sagte Eckhoff. Am Gartenzaun spreche man drüber. "Und selbst bei Ratssitzungen."

    Volkswagen Pokalfieber ab 18.30 Uhr im TV aus Drochtersen

    Dank zusätzlich aufgebauter Stahltribünen dürfen am Samstag 7800 Fans die Weltstars aus München im ansonsten 3000 Zuschauer fassenden Stadion bewundern. "Wir hätten ohne Frage auch 30.000 Tickets oder mehr verkaufen können", sagte Vereinspräsident Rigo Gooßen.

    Umzug nach Hamburg ausgeschlossen

    Aus wirtschaftlichen Gründen nach Hamburg umzuziehen, habe aber "nie zur Diskussion" gestanden. "Für unser Dorf ist es ein einmaliges Erlebnis. Darüber soll man noch in 10, 15 Jahren sprechen", sagt Gooßen, der dem Klub seit 37 Jahren vorsteht.

    An einen Erstrundenerfolg gegen die Bayern, wie er zuletzt vor 24 Jahren den Amateuren vom TSV Vestenbergsgreuth gelang, glaubt in Drochtersen allerdings keiner so richtig. "Wir wollen das Spiel genießen, werden uns zerreißen bis zum Ende", sagt Behrmann, "aber gegen solche Weltstars wird es natürlich richtig schwer.

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    Das Ziel? "Wir wollen weniger Gegentore als der HSV kriegen, darüber witzeln wir in der Kabine. Und vielleicht schaffen wir es ja tatsächlich, weniger als acht zu bekommen."

    Behrmann spielt damit auf Bayerns 8:0 im Februar 2017 an, nicht auf das 4:1 im Test am Mittwoch. Passenderweise hat Drochtersen übrigens einen gelernten Maurer in seinen Reihen: Meikel Klee, Spitzname "Mörtel", weiß, wie man Beton anrührt. 

    Und letztlich sind das die Duelle, die den Pokal so außergewöhnlich machen: Bauarbeiter Klee gegen Weltstar Franck Ribery.

    Bayern sollen beste Stadionwurst probieren

    Die Bayern dürfen sich vor der Reise in die niedersächsische Provinz unterdessen auf einen kulinarischen Leckerbissen freuen. Denn seit DFB-Präsident Reinhard Grindel nach einem Besuch im Kehdinger Stadion vor zwei Jahren öffentlich im Fernsehen von der Bratwurst schwärmte, rühmt sich der Dorfklub, die beste Stadionwurst Deutschlands zu verkaufen.

    "Die Bayern sollten vor dem Spiel ruhig schonmal eine kleine Bratwurst essen", rät Bürgermeister Eckhoff. Ob Bayern-Coach Niko Kovac und seine Stars sich am Samstag tatsächlich an der Würstchenbude unters Volk mischen? Egal. Ganz Drochtersen freut sich auf eine unvergessliche Fußball-Party. "Das wird ein richtig schönes Dorffest", verspricht Behrmann. Er kann es kaum erwarten.

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  7. Eigentlich ist die Premiere League immer Vorreiter. Zumindest im realen Fußball.

    Früh wagten Vereine wie Manchester United im Sommer den Sprung nach Asien, um Werbung für den eigenen Verein und die Premier League zu machen. Alleine für das ganze Ligakonstrukt, welche 1992 auch mit Blick auf ansteigende Fernseheinnahmen gegründet wurde, hatte stets die Vermarktung eine große Rolle gespielt.

    Doch im eSports hängen die englischen Klubs hinterher. Lediglich Manchester City verfügt über eine eigene FIFA-Abteilung. Unter anderem steht der deutsche Kai "deto" Wollin bei den Citizens unter Vertrag.

    Hinzukommen wenig erfolgreiche Engagements von West Ham United, Queens Park Rangers oder den Tottenham Hotspur, die ihr neues Stadion auch für eSports-Events nutzen wollen.

    Bundesliga mit Schalke als Aushängeschild

    In der Bundesliga sind es hingegen mit Bayer Leverkusen, dem VfL Wolfsburg, RB Leipzig, dem VfB Stuttgart, Hertha BSC oder Werder Bremen mehrere Klubs, die deutsche FIFA-Gamer auf Topniveau stellen. Dazu kommt der FC Schalke 04, der neben zwei FIFA-Profis über eigene Teams in Pro Evolution Soccer und League of Legends verfügt.

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    Diese deutschen Klubs mischen im eSports mit!

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    Für Schalkes Chief Gaming Officer Tim Reichert ist es aktuell kein Rennen auf Augenhöhe zwischen den Ligen, wie er im SPORT1-Interview verrät: "Aktuell hat die Bundesliga im eSports definitiv die Nase vor der Premiere League. Die wenigen Klubs, die FIFA machen, sind in England nicht so erfolgreich. Wir in Deutschland sind gesegnet mit FIFA-Spielern, auch wenn wir nicht den Weltmeistertitel geholt haben."

    Dabei führte er aus: "Aber wenn wir uns den VfL Bochum als Zweitligist anschauen, der mit dem Michael "MegaBit" Bittner sehr weit in der Welt vorgedrungen ist, dann sind wir mindestens zwei Schritte voraus. Und dann haben wir uns als Aushängeschild in noch ganz anderen Bereichen, wie dem populärsten und reichweitenstärksten Titel League of Legends. Wir sind der Premiere League da fast schon meilenweit voraus."

    Schalke ist ein Vorreiter in Europa

    Mit dem LoL-Team ist Schalke 04 so etwas wie ein Vorreiter in Europa. Viele Sportvereine fokussieren sich auf Fußballsimulationen wie FIFA und PES. Paris Saint-Germain hatte zeitweise ein LoL-Team, trennte sich aber von diesem und ist inzwischen eine Partnerschaft mit dem chinesischen Dota-2-Topteam LGD eingegangen. Die Athleten treten als PSG.LGD im Pariser Trikot bei der Weltmeisterschaft an.

    Laut der BILD hat auch der FC Bayern München über einen eSports-Einstieg mit einem der großen eSports-Titel fernab von FIFA geliebäugelt, ehe Uli Hoeneß persönlich sein Veto einlegte.

    Der DFB hatte ebenfalls über den Vorsitzenden Reinhard Grindel Anfang des Jahres gegen das professionelle Zocken gewettert, ruderte aber wenige Monate später mit den neuen "eSoccer"-Leitlinien zurück. Grundsätzlich hat eSports in Deutschland keinen leichten Stand. Neben FIFA gibt es wenig Spielraum für kompetitives Zocken. 

    Warum eSports machen?

    Mit einer jungen und kaufstarken Zielgruppe lockt der eSports viele Investoren und Sponsoren an, was auch für Sportvereine interessant ist. Durch die hohe Internet- und Social-Media-Affinität der Athleten spielen Reichweiten eine ähnliche Rolle wie bei Profikickern. Nicht immer muss bei einem eSports-Engagement das schnelle Geld im Fokus stehen.

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    Das sagt der DFB über die eSports-Ausrichtung

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    Reichert erklärt die finanzielle Situation für Klubs: "Wenn die Null stehen würde, wäre es nicht dramatisch, weil der ganze Verein natürlich von den Mehrwerten, Reichweiten und der neuen Zielgruppenansprache profitiert. Eine glatte Null würde jeden Verein prinzipiell zufriedenstellen."

    Im Fall von Schalke habe Alexander Jobst als Marketingvorstand schon erklärt, dass der eSports bei Schalke inzwischen auch finanziell profitabel sei: "Das ist natürlich besser als eine Null."

    Reichert kritisiert Zwangverpflichtung

    Dabei gibt es keinen Königsweg für den eSports-Einstieg. In Frankreich (eLigue Un) und in den Niederlanden (eDivisie) sind die Erstligisten verpflichtet einen oder mehrere eSportler für die verbandseigene FIFA-Liga zu stellen. Ein Konzept, das Reichert kritisch beäugt: "Ich finde es extrem wichtig, dass jeder Verein selber entscheiden kann."

    In Deutschland ist das Konzept der Virtuellen Bundesliga ein wenig lockerer. Dort ist kein Klub dazu verpflichtet, kann aber zwei gesicherte Startplätze wahrnehmen.

    Eine klare Struktur gibt es in England für die Premier League noch nicht. Nach Informationen vom Kicker ist aber ein solcher Ligenableger zum Start von FIFA 19 geplant. Bestätigt wurde dies noch nicht.

    Die FA gab auf SPORT1-Nachfrage kein Statement zu einer geplanten Liga ab.

    Christian Fuchs als eSports-Gesicht

    Einen etwas anderen Weg fährt die Organisation NoFuchsGiven von Ex-Bundesligastar Christian Fuchs, der inzwischen für Leicester City spielt. Er gründete sein eigenes eSports-Team, nachdem er die Begeisterung seines Sohnes beim Zocken gesehen hatte.

    Auf SPORT1-Nachfrage erklärte er, warum die Premier League mit ihren Klubs wohl noch zaghaft ist: "Die Liga möchte sicherlich noch warten und schauen, wie es andere machen. Wir glauben aber, dass die eSports-Liga kommen wird und dann wird es überragend. Aufgrund der Größe der Premier League und ihres Werts ist es schwierig, innovativ zu sein."

    Innovation wäre für den neuen eSports-Weg sicherlich eine Option, ansonsten rennen die Bundesliga-Klubs der Premier League virtuell noch weiter davon.

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  8. Behutsame Veränderungen statt radikalem Neuaufbau: Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg rät Bundestrainer Joachim Löw nach dem WM-Debakel und dem Absturz des viermaligen Fußball-Weltmeisters Deutschland auf Platz 15 der FIFA-Weltrangliste von einem Hauruckverfahren ab und empfiehlt eine sanfte Tour beim Neustart im September.

    "Tabula rasa nach dem Prinzip acht Spieler rausschmeißen, acht neue rein wäre falsch. Der Bundestrainer hat im Gegensatz zu einem Vereinstrainer die Zeit, um nach und nach Veränderungen vorzunehmen, und das sollte er auf dem Weg zur EM-Endrunde 2020 auch für sich nutzen", sagte der 50-Jährige, der am Sonntag (ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) sein Debüt als SPORT1-Experte im CHECK24 Doppelpass gibt.

    "Wichtig ist, dass Jogi Löw nach der WM die nötigen Gespräche geführt hat, wie ja auch das Beispiel Kroos zeigt. Man darf jetzt nicht den Fehler machen, alles zu verteufeln. Löw muss sicherlich gewisse Veränderung vornehmen, sollte dabei aber behutsam vorgehen."

    Effenberg rät zu punktuellen Veränderungen

    Der Bundestrainer müsse mit Blick auf das erste Saison-Länderspiel am 6. September gegen Weltmeister Frankreich in München "einige punktuelle Änderungen vornehmen und dann nach und nach weitere Veränderungen vornehmen, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen".

    Dass Toni Kroos frühzeitig bekannt geben hat, dass er seine Karriere im DFB-Team fortsetzt, ist für Effenberg das richtige Signal: "Das ist ein absolut positives Zeichen. Toni Kroos ist für die Zukunft der Nationalmannschaft einer der wichtigsten Spieler. Er zählt aufgrund seiner Erfolge und seiner Erfahrung zu den Spielern, die hauptverantwortlich dazu beitragen können, dass die Nationalelf wieder erfolgreich wird", so der neue Sport1-Experte, der am Sonntag beim Fußball-Stammtisch Doppelpass seine Premiere feiert.

    Aber nicht nur Kroos muss seiner Meinung nach bei den Reparaturarbeiten des abgestürzten 2014er-Weltmeisters eine wichtige Rolle übernehmen: "Wir brauchen nach wie vor eine Achse. Und mit Manuel Neuer, Mats Hummels, Jerome Boateng und Kroos hat Löw schon mal ein gutes Gerüst."

    Auch DFB und Bundesliga müssen Konsequenzen ziehen

    Zudem sei es wichtig, dass auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sowie die Bundesligaklubs aus der nicht nur auf dem Feld desaströsen WM die richtigen Lehren ziehen, wiederholte Effenberg. "Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandschef von Bayern München/Anm. d. Red.) hat das Thema ja auch schon angesprochen. Man braucht im Verband, aber auch in den Klubs eine gewisse Fachkompetenz. Man kann nur gut und erfolgreich arbeiten, wenn an den entscheidenden Stellen Leute mit Fachkompetenz sitzen. Das beweist das Beispiel Bayern München mit Uli Hoeneß und Rummenigge, die sich auch manchmal zoffen. Aber nur durch Reibung kann man die Leistung optimieren und zum Erfolg kommen."

    Deshalb begrüßt Effenberg, dass in WM-Kapitän Philipp Lahm "ein Aushängeschild des deutschen Fußballs" im Falle der Vergabe der EM 2024 nach Deutschland Chef des Organisationskomitees wird: "Lahm würde dem DFB ohnehin gut zu Gesicht stehen, da dort bis auf die sportliche Leitung und Oliver Bierhoff zu wenig Fußball-Kompetenz vorhanden ist."

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