Sport allgemeine News

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  1. Am Ende hatte man sich das so bei Bayer Leverkusen vermutlich nicht vorgestellt. Trotz einer engagierten Leistung bei der Premiere von Peter Bosz als Coach von Bayer Leverkusen gab es eine knappe 0:1-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach. 

    Gerade unter dem Offensive-Verfechter Bosz gelang der Bayer-Elf kein Tor. Allerdings war das kein Grund in Leverkusen Trübsal zu blasen. Ganz im Gegenteil. Für den neuen Coach der Werkself gab es von allen Seiten nur Lob. 

    Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr LIVE im TV und STREAM auf SPORT1 u.a. mit Thomas Doll und Simon Rolfes

    "Von der Intensität, die Peter Bosz von uns fordert, haben wir schon viel umgesetzt", sagte Kevin Volland zu SPORT1. Die Automatismen würden nach zwei Wochen verständlicherweise zwar noch nicht funktionieren, doch das Spiel "mit viel Risiko macht uns auch Spaß", so Volland. 

    Auch Havertz und Völler loben Bosz' Arbeit

    Ähnlich äußerte sich Youngster auch Kai Havertz nach der Partie gegenüber SPORT1: "Man hat ja schon in den Testspielen gesehen, dass wir da relativ gut drauf waren. Aber dass wir so ein gutes Spiel abliefern, damit habe ich nicht gerechnet." Trotz der knappen Niederlage könne man mit der Leistung zufrieden sein, auch wenn am Ende nicht Zählbares bei rum kam.

    Die Highlights der Partie in Bundesliga Pur am Sonntag ab 9.30 Uhr im TV und STREAM auf SPORT1

    "Wenn wir eine von den vielen Torchancen genutzt hätten, hätten wir von einem gelungenen Debüt sprechen können. Die Art und Weise wie wir gespielt haben war sehr, sehr gut", lobte Bayer-Sportvorstand Rudi Völler gegenüber SPORT1 den ersten Auftritt unter Bosz: "Man konnte sicherlich auch schon die Handschrift sehen."

    Wie die Werkself die Rückrunde gestalten will und was am Ende der Saison trotz der durchwachsenen Hinrunde rausspringen soll, erfahren Sie am Sonntag. Dann ist Leverkusens neuer Sportdirektor Simon Rolfes beim CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 zu Gast

  2. Bereitet Real Madrid einen ganz großen Trainer-Coup vor?

    Die Königlichen haben in dieser Saison in der Meisterschaft deutlichen Rückstand auf Spitzenreiter FC Barcelona. Der etatmäßige Coach Julen Lopetegui musste bereits gehen, Nachfolger Santiago Solari hat die Mannschaft auch nicht wirklich stabilisieren können.

    Der Retter in der Not könnte womöglich Bundestrainer Joachim Löw sein.

    Diese spektakuläre Personalie hält zumindest der frühere Real-Trainer Bernd Schuster für realistisch. 

    "Mich würde nicht wundern, wenn Real versucht, Löw im Sommer zu holen", sagte er im Interview mit der Welt am Sonntag.

    Schuster: Löw passt zur spanischen Mentalität

    Schuster berichtete von einem Treffen mit Real-Boss Florentino Perez, bei dem er den Klub-Präsidenten auf Löw angesprochen habe.

    "Da hat er mich so komisch angeguckt, als hätte ich ihn bei irgendetwas erwischt", sagte Schuster. "Deutsche sind sehr beliebt bei Real."

    Für den früheren Nationalspieler passt Löw zur spanischen Mentalität. "Er hat Sachen übernommen, die er woanders gesehen hat, gerade bei den Spaniern", sagte Schuster. "Ich weiß, dass Jogi oft mit Vicente del Bosque gesprochen hat, dass sie sich oft über Spielformen ausgetauscht haben."  

    Löw will noch mal einen Klub trainieren

    Außerdem: Schuster kennt Reals Macher Perez aus gemeinsamen Zeiten in Madrid. "Wenn er sich mal was in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er das auch durch", sagte er. "Zidane war genauso ein Typ wie Jogi Löw."

    Was man bei dem Planspiel allerdings auch berücksichtigen muss: Löw hat beim DFB noch einen Vertrag bis 2020. In diesem Jahr findet die Europameisterschaft statt. Das Turnier hatte der Bundestrainer zuletzt als sein nächstes großes Ziel bezeichnet.

    Allerdings hatte Löw in der Vergangenheit auch immer wieder betont, die Absicht zu haben, in seiner Karriere auch noch mal als Vereinstrainer zu arbeiten. 

  3. Hauptrundenstart geglückt, Halbfinale im Visier: Die deutschen Handballer haben bei der Heim-WM dank ihres Abwehr-Bollwerks mit einem starken Torhüter Andreas Wolff den nächsten Schritt Richtung Medaille gemacht.

    Die weiterhin ungeschlagene Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop besiegte Island im Hexenkessel Kölnarena mit 24:19 (14:10) und übernahm mit 5:1 Punkten die Tabellenführung in der Gruppe I. (Alle Ergebnisse zur Handball-WM)

    "Das ist die schönste Zeit, die wir erleben. Wir haben den ersten schweren Schritt gemacht", sagte Prokop in der ARD. Bester Werfer der Auswahl des DHB vor 19.250 begeisterten Zuschauern war Steffen Fäth mit sechs Toren, Kapitän Uwe Gensheimer erzielte fünf Treffer. Am Montag (20.30 Uhr im LIVETICKER) trifft das DHB-Team im Duell der Ex-Weltmeister auf Kroatien (4:0). Zum Abschluss der Hauptrunde wartet am Mittwoch Europameister Spanien (20.30 Uhr im LIVETICKER)

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    Prokop nahm einige Stunden vor der Begegnung seinen ersten von möglichen drei personellen Wechseln vor. Europameister Kai Häfner von der TSV Hannover-Burgdorf rückte für den Leipziger WM-Debütanten Franz Semper in das Aufgebot. Steffen Weinhold kehrte nach seiner im Frankreich-Spiel erlittenen Adduktorenzerrung zumindest in den Kader zurück. 

    Halbzeit-Ständchen für Joachim Deckarm

    Unter den Augen von Handball-Ikone Joachim Deckarm, der seinen 65. Geburtstag zusammen mit den 78er-Weltmeistern feierte und sichtlich bewegt dem Ständchen in der Halbzeitpause lauschte, kamen die Gastgeber in ihrem "Wohnzimmer" glänzend ins Spiel. Fäth hämmerte den Ball zum 5:2 in den Winkel (7.).

    Danach schlichen sich allerdings einige Fehler ins Spiel des Gastgebers ein. Einige Anspiele fanden den Mitspieler nicht, gute Torchancen blieben ungenutzt. Im Positionsangriff tat sich die DHB-Auswahl schwer. Der Ex-Kieler Aron Palmarsson traf zur ersten Führung der Gäste (6:5/13.).

    Wiencek und Pekeler als Mauer

    Prokop reagierte sofort und nahm eine Auszeit. "Wir müssen bei uns bleiben und dürfen uns nicht verrückt machen lassen", forderte der Bundestrainer. Seine Spieler hörten gut zu. Der Innenblock um Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler war schier unüberwindbar, und die daraus resultierenden Ballgewinne nutzte der dreimalige Weltmeister immer wieder zu leichten Toren.

    Auch für Kapitän Gensheimer ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg: "19 Gegentore ist eine Hausnummer, das ist ganz große Klasse. Das Zusammenspiel Abwehr und Torwart war entscheidend, aber auch die Gegenstoß-Tore, die ganz wichtig sind", so der Außenspieler nach der Partie bei SPORT1.

    Das DHB-Team setzte sich so von 9:9 (22.) auf 13:9 (27.) ab - die Arena kochte. Bezeichnend für das deutsche Spiel war der Treffer zum zwischenzeitlichen 12:9: Paul Drux erkämpfte sich mit einem Hechtsprung den Ball, Patrick Groetzki leitete sehenswert zu Gensheimer weiter, der eiskalt vollendete.

    Brand zeigt sich beeindruckt von der Stimmung

    "In einigen Situationen können wir noch etwas wacher sein. Wir spielen es aber gut. Wenn wir so weitermachen, werden wir das Spiel hundertprozentig gewinnen", sagte Teammanager Oliver Roggisch in der Halbzeitpause, während sich Ex-Bundestrainer Heiner Brand, der Deutschland beim Wintermärchen 2007 zum WM-Titel geführt hatte, beeindruckt von der "sensationellen Stimmung" zeigte.

    Auch DHB-Kapitän Uwe Gensheimer blieb von der Atmosphäre nicht unberührt. "Es ist schwierig, emotional runterzufahren nach solchen Spielen. Aber ich bin froh, dass ich das Ganze mit 32 Jahren mitnehmen und empfinden kann, was für ein Privileg es ist, hier zu spielen." Fabian Wiede konnte dem nur zustimmen. "Die 5000 oder 6000 Leute mehr hat man gehört. Unbeschreiblich."

    "Man kann langsam erahnen, was die Weltmeister von 2007 meinten mit dieser Stimmung in dieser Halle. Man merkt, dass hier noch ein paar mehr Leute dabei sind. Was die Fans allein schon vor dem Anpfiff beim Warmmachen veranstaltet haben und dann auch nach dem Spiel, war richtig klasse", bestätigte auch Pekeler.

    Die kampfstarken Isländer gaben aber auch ohne Palmarsson nicht auf, der nach rund 20 Minuten angeschlagen von der Platte musste. Der Olympia-Zweite von 2008 verkürzte auf 16:18 (41.). Doch ein gehaltener Siebenmeter von Wolff und und Fäths Treffer zum 20:16 (45.) brachten die DHB-Auswahl wieder auf Kurs. (Alle Infos zur Handball-WM 2019)

    "Island war keine Wundertüte. Das ist eine richtig gute Mannschaft. Wir haben das heute einfach gut gemacht in der Deckung. In der ersten Hälfte hatten wir ein paar Probleme mit Aron Palmarsson. Dann hat er sich verletzt. Das tut mir leid für ihn, war aber ein Vorteil für uns", beurteilte Gensheimer die Verletzung des Isländers.

    Nach einer Wahnsinnsparade klatschte Wolff (zwölf gehaltene Bälle) in der Schlussphase mit einem kleinen Fan hinter seinem Tor ab, die schwarz-rot-goldene Party in der Arena hatte da schon längst begonnen.

  4. Borussia Dortmund hat dem Druck stand und den FC Bayern in der Tabelle auf Distanz gehalten. 

    Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gewann in der Spitzenpartie des 18. Spieltags bei RB Leipzig mit 1:0 (1:0) und liegt damit weiter sechs Punkte vor den Bayern (Das Spiel im LIVETICKER zum Nachlesen)

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    RB Leipzig musste erstmals seit dem 21. April (2:5 gegen die TSG Hoffenheim) in der Bundesliga wieder eine Heimniederlage hinnehmen und ließ im Kampf um die Champions-League-Plätze Punkte liegen. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick blieb trotz der fünften Saisonniederlage aber auf Rang vier. (Die Tabelle der Bundesliga)

    "Es ist bitter, wir wollten mit einem Sieg in die Rückrunde starten", konstatierte Mittelfeldspieler Kevin Kampl. "Wir haben die Tore nicht gemacht. Chancen genug waren da."

    Geschäftsführer Oliver Mintzlaff befand bei Sky: "Es wäre verdient gewesen, wenn wir einen Punkt behalten hätten."

    Trainer Ralf Rangnick sagte: "Die zweite Halbzeit war Wahnsinn. Wenn man so viele Chancen gegen Borussia Dortmund hat, sollte man sich dafür belohnen."

    Dortmund ohne verletzten Reus

    Dortmund zeigte sich durch den kurzfristigen Ausfall von Kapitän Marco Reus (war im Abschlusstraining umgeknickt) nicht irritiert und agierte äußerst ballsicher, sodass Leipzig sein gefürchtetes Umschaltspiel nicht wie gewünscht aufziehen konnte. Im Mittelfeld bestimmte Witsel beim BVB klug den Rhythmus und streute - wenn nötig - auch mal Pausen ein.

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    Vorne machte Götze in der Anfangsphase viel Druck über die linke Seite, Leipzigs junge Innenverteidigung mit Ibrahima Konate und Dayot Upamecano hatte viel zu tun.

    In der 19. Minute waren aber auch die Franzosen im Hintertreffen. Nach einem Eckball setzte sich Witsel im Rücken von Konrad Laimer ab und donnerte den Ball per Drop-Kick zum 1:0 unter die Querlatte.

    Dortmund war feldüberlegen, Leipzig hatte Räume für Konter, was vor allem Timo Werner entgegenkam. Der Nationalspieler wurde aber zu selten eingesetzt, weil Dortmund fast nie den Ball verlor. In der 30. Minute konnte sich Werner im Vollsprint gegen zwei Borussen durchsetzen, doch sein Pass auf Marcel Sabitzer war zu ungenau.

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    Leipzig wurde nach dem 0:1 energischer und hatte jetzt optisch mehr vom Spiel. Konrad Laimer bot sich in der 35. Minute die Riesenchance zum 1:1, doch der Schuss des völlig frei stehenden Österreichers wurde noch von der BVB-Abwehr geblockt.

    Bis zur Pause ließ sich Dortmund fallen, Innenverteidiger Abdou Diallo hätte per Kopf aber fast noch das 2:0 gemacht.

    Werner hadert mit dem Schiri

    Nicht so in Szene setzen wie sonst konnte sich Dortmunds Jadon Sancho. In der 53. Minute steuerte der 18-Jährige mal allein aufs Tor zu, zögerte aber zu lange. Philipp hätte kurz darauf das 2:0 machen müssen, doch Leipzigs Keeper Peter Gulacsi bekam noch rechtzeitig den Fuß an den Ball.

    In der Folgezeit lieferten sich beide Teams viele hitzige Szenen, an denen auch Witsel immer wieder beteiligt war. Der Belgier beanspruchte auch oft mit lautstarken Reklamationen in Richtung Schiedsrichter Deniz Aytekin die Deutungshoheit auf dem Platz für sich.

    Höhepunkt der Aufregung war eine Attacke von Dortmunds Keeper Roman Bürki (63.), der an der Strafraumgrenze gegen Werner nicht ganz unsanft klärte. Werner forderte Foul und schmiss vor Wut seinen Handschuh hin.

    "Ich muss alles riskieren und habe Glück, dass ich den Ball treffe", sagte der BVB-Keeper. "Letzte Saison wäre das wahrscheinlich nicht gut für mich ausgegangen."

    In der 74. Minute scheiterte Sabitzer vollkommen freistehend an Bürki. Trainer Lucien Favre bescheinigte seinem Schlussmann eine "große Leistung". 

    In der 90. Minute traf Dortmunds eingewechselter Top-Joker Paco Alcacer auf der Gegenseite nur die Latte.

  5. Der philippinische Box-Superstar Manny Pacquiao hat seinen WBA-Weltmeistertitel im Weltergewicht erfolgreich verteidigt. In Las Vegas gewann der 40-jährige Pacquiao gegen den US-Amerikaner Adrien Broner (29) nach Punkten. 

    Pacquiao dominierte den Kampf im MGM Grand von Beginn an und wurde nach zwölf Runden einstimmig zum Sieger erklärt. Von 70 Profi-Kämpfen hat der "Pac-Man" damit 61 gewonnen, 39 davon per K.o. - eine seiner sieben Niederlagen kassierte er im "Kampf des Jahrhunderts" gegen Superstar Floyd Mayweather.

    Für Broner war es die vierte Pleite seiner Karriere.

    Pacquiao Weltmeister in acht Klassen

    Als einziger Profiboxer in der Geschichte des weltweiten Boxsports konnte Pacquiao in acht unterschiedlichen Gewichtsklassen Weltmeister werden. Der 40-Jährige, der seine Karriere zwischenzeitlich bereits für beendet erklärt hatte, hatte sich erst im Juli den WBA-Titel im Weltergewicht gegen den Argentinier Lucas Matthysse gesichert. 

    "Wie ich schon vorher gesagt habe: Ich bin noch nicht fertig. Ich bin immer noch da", hatte der Philippine im Sommer nach seinem ersten Kampf seit einem Jahr gesagt, als er überraschend den WBO-WM-Titel in Brisbane gegen den Australier Jeff Horn verlor.

    Der folgende Sieg gegen den Matthysse war allerdings sein erster K.o.-Sieg seit 2009.

  6. Wimbledonsiegerin Angelique Kerber (31) ist im Achtelfinale der Australian Open in nur 56 Minuten völlig chancenlos ausgeschieden.

    Die Weltranglistenzweite aus Kiel unterlag der US-Amerikanerin Danielle Collins 0:6, 2:6. Bereits in der ersten Runde war die deutsche Nummer zwei Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 14) an der Weltranglisten-35. aus St. Petersburg/Florida gescheitert.

    Damit ist Alexander Zverev (21) der letzte deutsche Tennisprofi im Turnier. Der Weltranglistenvierte trifft in seinem Achtelfinale am Montag (2. Match nach 02.00 Uhr MEZ) auf den Kanadier Milos Raonic. (Alle Partien und Ergebnisse im Überblick)

    Kerber: "Überhaupt nicht mein Tag"

    "Es gibt kaum etwas zu sagen. Es war überhaupt nicht mein Tag. Sie hat alles getroffen, und ich habe nur reagiert", sagte Kerber: "Ich habe nie meinen Rhythmus gefunden und war nie in der Lage so zu spielen wie in den letzten Tagen. Aber sie hat auch wirklich eines der besten Matches ihrer Karriere gespielt."

    Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin hatte ihre ersten drei Runden in Melbourne im Schnelldurchgang gewonnen, beim Tempo, das Collins am Sonntagnachmittag vorlegte, konnte sie jedoch nur staunen. Die 25-Jährige überrollte ihre favorisierte Gegnerin. Nach elf Minuten lag Kerber 0:4 zurück, nach 20 Minuten war der erste Satz bereits verloren. Mit dem Handtuch über den Schultern verließ Kerber den Court. Als sie wieder kam, wurde es jedoch kaum besser.

    Collins frustriert Kerber

    Vor den Australian Open hatte Collins nicht ein Grand-Slam-Match in ihrer Karriere gewonnen, Kerber feierte in der zweiten Runde Sieg Nummer 100 bei den vier Majors. Die Erfahrung spielte an diesem Tag in der Margaret Court Arena jedoch kaum eine Rolle. Während Collins das Spiel mit ihren harten Grundschlägen diktierte, lief Kerber nur hinterher und jammerte: "Ich treffe keinen Ball, keinen Ball!"

    Zwar fand sie zu Beginn des zweiten Durchgangs endlich einen Zugang zum Match, kam jedoch kaum einmal aus der Defensive heraus. Ihren Frust ließ Kerber am Schläger aus und kassierte dafür eine Verwarnung.

    Mittel fehlen gegen Collins

    Das Publikum versuchte, die Deutsche aufzubauen, doch egal, was sie versuchte, Collins fand die passende Antwort. Dabei war Kerber vermeintlich auf das stressige Spiel der einstigen Collegespielerin vorbereitet gewesen.

    "Sie schlägt sehr hart und kämpft. Ich muss das Match in die eigene Hand nehmen", hatte Kerber vor der zweiten Begegnung mit Collins gesagt.

    Die erste beim Rasenturnier im englischen Eastbourne hatte sie vor ihrem Wimbledonsieg im vergangenen Jahr problemlos gewonnen, doch diesmal fehlten ihr einfach die Mittel, um Collins aus der Komfortzone zu bringen.

  7. Der Weltranglistenzweite Rafael Nadal (32) hat ohne Satzverlust das Viertelfinale der Australian Open erreicht.

    Der Spanier gewann gegen Tomas Berdych nach 2:01 Stunden 6:0, 6:1, 7:6 (7:4) und damit zum 20. Mal im 24. Duell mit dem Tschechen. In den ersten beiden Sätzen hatte Nadal seinem Gegner keine Chance gelassen, am Dienstag spielt er gegen Frances Tiafoe um den Einzug ins Halbfinale.

    Der US-Amerikaner schaffte in Melbourne an seinem 21. Geburtstag erstmals bei einem Grand Slam den Einzug in die Runde der besten Acht. Tiafoe setzte sich gegen den von Andre Agassi trainierten Bulgaren Grigor Dimitrow 7:5, 7:6 (8:6), 6:7 (1:7), 7:5 durch.

  8. Dirk Nowitzki ist in seinem 15. Saisonspiel für die Dallas Mavericks in der NBA zum vierten Mal ohne Punkte geblieben.

    Der 40-Jährige kam bei der 99:111-Niederlage bei den Indianer Pacers knapp zehn Minuten zum Einsatz, verbuchte dabei aber nur einen Rebound und einen Block. Doch die Pacers-Fans gaben ihm einen Abschied, den er wohl nie vergessen wird.

    Als Nowitzki in der ersten Hälfte erstmals das Parkett betrat, feierte ihn die gesamte Halle. Im Schlussabschnitt forderten die Pacers-Fans mit lautstarken Sprechchören einen Einsatz des Würzburgers.

    Gegner hätte Nowitzki Korb gegönnt

    Pacers-Center Myles Turner war von der Stimmung für die NBA-Legende begeistert: "Es hat großen Spaß gemacht, zu sehen wie viel Respekt und Anerkennung er in der Liga genießt. In der letzten Minute des Spiels wollte ich, dass er einen Korb macht." Mit großer Wahrscheinlichkeit wird Nowitzki am Saisonende seine Laufbahn beenden.

    Mavs-Rookie Luka Doncic (acht Punkte) blieb beim Spitzenteam der Eastern Conference weit unter seinen Möglichkeiten. Allerdings wurde der Slowene von den Pacers in die Mangel genommen und knallhart verteidigt. 

    Doch auch mental erlebte der Teenager einen schwierigen Abend. Denn drei Minuten vor Ende des dritten Viertels kassierte er sein zweites technisches Foul, nachdem er den Ball wegkickte und musste die Partie vorzeitig verlassen. 

    Doncic verpasst Jordan-Rekord

    Nach der Partie zeigte sich Doncic enttäuscht: "Es war sicherlich eines der schlechtesten Spiele, die ich in dieser Saison gemacht habe, also war ich frustriert." Er habe nicht gewusst, dass er für das Wegschießen des Balles ein Spielausschluss bekomme, "weil es in Europa andere Regeln gibt", so Doncic weiter.

    Durch seine acht Punkte verpasste er die Einstellung der Bestmarke von Tim Duncan aus dem Februar 1998, der in sechs Spielen in Folge 25 Punkte auflegte. Auch die Bestmarke von Michael Jordan aus dessen Rookie-Saison 1984/1985, der bis dato als einziger 25 Punkte, fünf Rebounds und fünf Assists in fünf aufeinanderfolgenden Spielen auflegte, verpasste Doncic.

    Für die Mavericks war es die dritte Niederlage nacheinander, sie verlieren die Playoff-Plätze damit weiter aus den Augen und rangieren auf Rang 13 im Westen. Die Pacers liegen im Osten auf Rang drei.

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