Sport allgemeine News

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  1. Nach dem Abpfiff lag Loris Karius minutenlang auf dem Rasen des Olympiastadions in Kiew.

    Sein FC Liverpool hatte 13 Jahre nach dem letzten Champions-League-Titel wieder die Chance, sich die europäische Krone aufzusetzen. Doch zwei haarsträubende Karius-Patzer beendeten alle Hoffnungen.

    Selbst Trainer Jürgen Klopp rang nach dem Albtraum von Kiew um die richtigen Worte: "Das wünscht man seinem schlimmsten Feind nicht. Es gibt da nicht viel zu reden. Die Fehler waren offensichtlich. Ich weiß es, er weiß es. Er muss damit umgehen und wir müssen damit umgehen."

    Morddrohungen gegen Karius

    Und während unmittelbar nach Spielschluss die meisten Liverpool-Fans ihrem Keeper tröstenden Applaus spendeten, wollten andere Anhänger Karius sprichwörtlich an die Gurgel. Mittlerweile ermittelt die Polizei sogar wegen diverser Morddrohungen im Netz.

    Rückblick: Das 0:1 (51.) hatte der 24-Jährige verschuldet, indem er einen Abwurf direkt in die Füße von Real-Stürmer Karim Benzema schmiss. Die endgültige Niederlage besiegelte ein Fehlgriff des deutschen Schlussmanns nach einem 30-Meter-Schuss von Gareth Bale.

    Kritik und Häme der internationalen Presse ließen nicht lange auf sich warten: "Karius schenkt Real Madrid den 13. Champions-League-Titel", schrieb die spanische Zeitung Sport. Der englische Independent sah "Torwartfehler für die Ewigkeit". Und für den italienischen Corriere della Sera war "das, was Karius angestellt hat, auf diesem Niveau unerhört".

    Auch die deutschen Experten waren sich einig: Diese Fehler werden Karius noch lange begleiten. "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich aus Torwart-Sicht schon etwas Brutaleres gesehen habe. So ein Abend kann eine Karriere zerstören", sagte ZDF-Experte Oliver Kahn.

    Karius gibt sich kämpferisch

    Der Reds-Keeper gab sich am späten Samstagabend, nachdem der erste Schock verdaut und flehende Entschuldigungen an Mannschaft und Fans ausgesprochen waren, zwar kämpferisch: "Es ist sehr hart, aber so ist das Leben eines Torwarts. Du musst den Kopf wieder hochnehmen."

    Die Frage ist nur, ob ihm das gelingt. Der 24-Jährige war seit seinem Wechsel vor zwei Jahren von Mainz 05 an die Anfield Road nie ein Publikumsliebling. Sportlich kämpfte er lange mit dem Belgier Simon Mignolet um die Rolle als Nummer eins. Der Ex-Liverpool-Spieler und jetzige TV-Experte Jamie Redknapp taufte Karius sogar "Flutschfinger".

    Erst ein Machtwort von Jürgen Klopp Anfang des Jahres machte ihm zum Stammkeeper, was Karius sichtlich gut tat. Die Patzer wurden weniger, in der Champions League war er lange Zeit sogar der Keeper mit den wenigsten Gegentoren.

    Dennoch blieb in der öffentlichen Wahrnehmung die Torhüterposition eine Großbaustelle.

    Ebenfalls nicht gerade hilfreich: Neben dem Feld hängt Karius der Ruf der Überheblichkeit an. Der gebürtige Schwabe ist ein Mode-Freak. Die englische Sun wählte ihn zum modischsten Profi der Premier League. Sein Instagram-Account erinnert eher an einen Jet-Set-Blog als an den Kanal eines Profi-Sportlers.

    Beziehung mit "Parship"-Model

    Für seinen Geländewagen ließ sich der Frauenschwarm Nackenstützen mit eigener Unterschrift anfertigen. Nach der gescheiterten Beziehung mit dem Model Annelie Alpert, die in Deutschland das Gesicht der Dating-Plattform "Parship" war, wurden Karius immer wieder Affären mit englischen Society-Sternchen nachgesagt.

    All das überdeckt die Tatsache, dass Karius eher als introvertierter, fast verschlossener Mensch gilt. Nach dem schwärzesten Abend seiner noch jungen Karriere wird der Ex-Jugendnationalspieler jetzt Kraft in seiner Heimat Biberach tanken. Seine Familie ist Karius' größter Rückhalt.

    Den Namen seines Großvaters ließ er sich als Tattoo stechen. Alte Weggefährten bescheinigen ihm einen sensiblen Charakter.

    Umso mehr könnte der 24-Jährige deswegen an der tragischen Nacht von Kiew zu knabbern haben. Teamkollege Ragnar Klavan, ehemals in Diensten des FC Augsburg, baute seinen Torwart zwar umgehend auf. "Natürlich ist das kein gutes Gefühl. Aber das ist Fußball. Man darf nicht vergessen, dass uns Loris mit seinen Paraden auch ins Finale gebracht hat. Er muss jetzt nach vorne blicken", sagte der Este zu SPORT1.

    Und auch Klopp gab seinem Sorgenkind einen gut gemeinten Rat mit: "Die Leute werden darüber reden und darüber schreiben. Am besten, man liest das nicht und macht irgendwann weiter", sagte der Coach bei Sky.

    Aus in Liverpool?

    Die Frage, ob Karius aber trotz Vertrages bis 2021 wirklich in Liverpool weiter machen darf, ließ der 50-Jährige unbeantwortet. Reds-Ikone Mark Lawrenson brachte in der BBC auf den Punkt, was fast alle in England denken: "Es tut mir leid für Loris Karius. Aber ich sehe momentan nicht die Chance, dass er beim FC Liverpool bleiben kann."

    Mit dem Brasilianer Alisson vom italienischen Serie-A-Klub AS Rom sollen die Reds schon einen Nachfolger im Blick haben, der die Torwart-Sorgen an der Anfield Road endgültig beenden soll. 

    Auch der Slowene Jan Oblak von Atletico Madrid und Italiens Torwart-Megatalent Gianluigi Donnarumma vom AC Mailand gelten als Kandidaten.

  2. In seinem ersten Jahr beim FC Bayern absolvierte Niklas Süle bereits 42 Pflichtspiele für den Rekordmeister. Jetzt will sich der 22-jährige Innenverteidiger auch in der Nationalmannschaft etablieren. SPORT1 traf Süle zum exklusiven Interview.

    SPORT1:Herr Süle, auffällig ist, dass Sie sich im Vergleich zuR Hoffenheim-Zeit körperlich verändert haben. Sie wirken sehr drahtig und austrainiert.

    Niklas Süle: Ich habe meine Ernährung umgestellt und gemerkt, dass ich mich dadurch besser fühle. In Punkto Ernährung könnte ich aber noch viel, viel mehr machen. 

    SPORT1:Jupp Heynckes soll Sie bei Bayern sehr früh auf das Thema Ernährung angesprochen haben. 

    Süle: Das Thema Ernährung spielt vor allem für die Trainer eine wichtige Rolle. Auch für alle Trainer, die ich bisher hatte. Da nehme ich keinen raus. Ich habe vor allem bei den Bayern gemerkt, dass ich mehr machen muss und wollte dann auch in Sachen Ernährung etwas umstellen. Ich bin immerhin der einzige Spieler, der in dieser Saison nicht einmal ein Training durch eine Verletzung versäumt hat. Dann kann man so viel nicht falsch gemacht haben.

    SPORT1:Ist Ihre Rolle beim DFB die gleiche wie beim FC Bayern? Mats Hummels und Jerome Boateng sind gesetzt - und Sie der erste Stellvertreter? 

    Süle: Auf meiner Position sind wir bei der Nationalmannschaft wirklich gut besetzt: Matthias Ginter, Antonio Rüdiger, Jonathan Tah - da hat der Trainer die Qual der Wahl, wen er vorne sieht. Hinter mir liegt ein sehr gutes Jahr, in dem ich meine eigenen Erwartungen übertroffen habe. Selbst als alle Spieler fit waren, habe ich gespielt. Darum bin ich gut drauf!

    SPORT1:Reicht das für das WM-Ticket?

    Süle: Also, um jetzt nicht mit einer diplomatischen Antwort auszuweichen: Natürlich gehe ich davon aus, dass ich in Russland dabei bin. Trotzdem bin ich mir völlig bewusst darüber, dass wir sehr viele starke Spieler auf dieser Position haben. Am Ende entscheidet der Trainer, das respektieren alle Spieler im Team. 

    SPORT1:Sie haben in jungen Jahren schon unter vielen namhaften Trainern gespielt, wie Julian Nagelsmann, Carlo Ancelotti, Jupp Heynckes und Joachim Löw.

    Süle: Und nicht zu vergessen Markus Gisdol. Mit Julian Nagelsmann habe ich ja länger gearbeitet, er hat mich vor allem im taktischen Bereich weitergebracht. Julian ist ein absoluter Taktik-Freak, das hat uns damals in Hoffenheim und mir persönlich sehr geholfen. Bei Herrn Heynckes hat mir das Menschliche sehr imponiert: Jeder hat seine Spielzeit bekommen und wir hatten einen super Team-Spirit. 

    SPORT1:Jupp Heynckes hat gesagt, Sie werden einmal der begehrteste Innenverteidiger der Welt sein.

    Süle: Also mir hat Herr Heynckes oft gesagt, dass ich noch lange nicht zu den besten Innenverteidigern gehöre, es aber werden kann. Jupp Heynckes war ein großer Förderer von mir, dafür bin ich ihm sehr dankbar.

    SPORT1:Müssen Sie sich manchmal kneifen, wie steil Ihre Karriere bis jetzt bergauf gegangen ist?

    Süle: Mein Vater hat mir prophezeit, dass ich schon in meiner ersten Bayern-Saison oft spielen werde. Ich habe dann gesagt: Papa, langsam! Aber ich habe es mir erarbeitet, und ein bisschen Glück gehört auch immer dazu. 

    SPORT1:Welcher Mitspieler, egal ob bei Bayern oder in der Nationalmannschaft, imponiert ihnen am meisten?

    Süle: Ich spiele bei den Bayern mit Spielern wie Mats Hummels und Jerome Boateng zusammen. Sie sind beide Weltmeister und gehören zu den besten Spielern der Welt. Neben solchen Spielern kann ich in meiner Entwicklung den nächsten Schritt machen. Allein von Mats Hummels‘ Kopfballspiel könnte ich mir gerne eine Scheibe abschneiden. Für einen jungen Spieler wie mich ist es aber auch beeindruckend zu sehen, wie Arjen Robben tagtäglich arbeitet und was der alles erreicht hat. Den muss man ja fast bremsen.

    SPORT1:Mit einem Superblock bremsten Sie in der Champions League gegen Real Madrid Superstar Ronaldo aus und stellten ihn auch sonst weitgehend kalt.

    Süle: Ich hatte gute Momente und stand oft gut. Ronaldo ist zwar schnell, aber vielleicht doch nicht mehr ganz so schnell wie vor vier, fünf Jahren. Ich kam aus dem Kaltstart rein und hatte Glück, dass ich gesund geblieben bin.

    SPORT1:Steigerten Ihre Leistungen gegen Ronaldo Ihr Selbstvertrauen?

    Süle: Warum? Drei Tage später habe ich gegen Kölns Simon Terodde gespielt und habe überhaupt nicht gut ausgesehen gegen ihn. Ich war in diesem Spiel kaputt und enttäuscht. Daher habe ich es nicht gut gemacht. Bei Bayern muss man aber jede Woche gut abliefern.

    SPORT1:Setzt Sie das unter Druck?

    Süle: Gar nicht. Das muss man lernen und das weiß man vorher, wenn man zu den Bayern wechselt. Druck ist etwas Geiles. Uns Fußball-Profis kitzelt das, wenn man solche Spiele hat. 

    SPORT1:Wie schalten Sie ab?

    Süle: Ich verbringe mit Thomas Müller sehr oft Zeit auf dem Golfplatz. Dass ist aber mittlerweile tatsächlich mehr ein harter Konkurrenzkampf als ein Abschalten. Bei Thomas und mir ist das übrigens immer eine besondere Situation. Egal, ob wir gegeneinander Mario Kart oder Golf spielen. Golfspielen ist für mich dennoch ein toller Ausgleich zu allem. Und zu Hause verbringe ich gerne Zeit mit meiner Freundin, meinem Hund und meinem Bruder.

    SPORT1:Welches Utensil haben Sie aus München mit nach Eppan gebracht?

    Süle: Meinen Nintendo Switch. Der ist in diesen Tagen ganz wichtig mit den Jungs. Ansonsten habe ich nichts Privates dabei.

    SPORT1:Auf dem spielen Sie dann sicher Mario Kart. Wie gut sind Sie darin?

    Süle: Ich würde sagen, dass ich bei Mario Kart der Beste bin (lacht).

    SPORT1:Spielen Sie FIFA?

    Süle: Früher habe ich viel FIFA gezockt. Mittlerweile kaum mehr, denn ich bin einfach zu oft weg. Meine Freundin freut sich auch, wenn ich mir mal Zeit für sie und unseren Hund habe.

    SPORT1:Nächste Woche soll es ein FIFA-Turnier mit den Spielern der U20 geben.

    Süle: Meine Prognose: Ich komme mindestens ins Halbfinale. In der Nationalmannschaft spielen wir übrigens gar nicht so oft FIFA. Bei den Bayern hatten wir eine Phase, da haben wir es mehr gezockt. Da war ich mit Sebastian Rudy der Beste. Thomas Müller hingegen spielt ein bisschen komisch. Immer passen und gehen, passen und gehen. So wie im echten Leben. Es sieht komisch aus, ist aber effektiv.

    SPORT1:Sie sollen ein schlechter Verlierer sein.

    Süle: Würden Sie in der Mannschaft fragen, bekämen Sie ganz sicher die Antwort, dass ich der schlechteste Verlierer bin. Spielen wir Mario Kart sage ich schon im Vorfeld, dass wir eh nicht spielen brauchen, weil ich gewinne. Werde ich dann nur vierter, rege ich mich auf. 

  3. Der Auftakt in die Mission Titelverteidigung ist gemacht, das DFB-Team ist seit Mittwoch im WM-Trainingslager in Südtirol und schuftet für das das große Ziel in Russland.

    Am Montag (ab 12.30 Uhr im YouTube-LIVESTREAM , im LIVESTREAM auf SPORT1.de und im LIVETICKER) stehen Julian Draxler und Antonio Rüdiger in Eppan Rede und Antwort.

    Für Löw geht es in den kommenden Tagen vor allem darum, zu entscheiden, wer den Sprung in den endgültigen WM-Kader schafft.

    Er muss seinen endgültigen 23er-Kader (3 Torhüter/20 Feldspieler) bis zum 4. Juni dem Weltverband FIFA melden.

    Vier Profis muss er noch aussortieren. Vor der endgültigen Nominierung stehen nur noch das Länderspiel in Klagenfurt gegen Österreich (2. Juni) und interne Tests gegen die U20-Auswahl des DFB an. (SERVICE: WM-Spielplan)

    Entscheidung in Sachen Neuer

    Auch in Sachen Manuel Neuer muss Löw dann eine Entscheidung fällen. Seit September hat der Torhüter des FC Bayern kein Pflichtspiel absolviert.

    Im Trainingslager konnte der Weltmeister bisher in allen Einheiten komplett mitmischen, Joachim Löw zeigte sich darüber sehr zufrieden - und gab dem Bayern-Keeper eine Einsatzgarantie bie der WM, falls dieser es in den Kader schafft.

    "Der Fitnesszustand ist gut. Ich denke, dass die Trainer und Fitnesscoaches sehr zufrieden sind", sagte Neuer am Sonhtag bei dfb.de. "Sie haben mich in einen sehr guten Zusatnd bekommen. Wir haben gut gearbeitet, auch bei Bayern. Deshalb bin ich wirklich guter Dinge."

    Bayern-Quintett bei der Mannschaft

    Seine Bayern-Teamkollegen Mats Hummels, Thomas Müller, Joshua Kimmich, Niklas Süle und der angeschlagene Jerome Boateng bekamen nach dem DFB-Pokalfinale noch eine längere Pause und stießen erst am Freitag zum Team.

    Gleiches gilt für Antonio Rüdiger, der mit dem FC Chelsea im FA-Cup-Finale stand und für Barcelona-Keeper Marc-Andre ter Stegen.

    Verzichten muss Löw noch auf Toni Kroos, der nach dem Champions-League-Triumph mit Real Madrid gegen den FC Liverpool noch einige Tage Sonderurlaub hat.

    Pressekonferenzen im Livestream und Liveticker

    SPORT1 ist in Südtirol mit den drei WM-Reportern Jochen Stutzky, Onur Özdamar und Florian Plettenberg vor Ort und berichtet von den aktuellen Entwicklungen rund um die Nationalmannschaft.

    Die Pressekonferenzen im DFB-Trainingslager begleitet SPORT1.de täglich im Livestream und im Liveticker.

    Termine bis zur WM im Überblick:

    23. Mai: Auftakt Trainingslager in Eppan/Italien

    2. Juni: Österreich - Deutschland in Klagenfurt (18 Uhr)

    4. Juni: Reduzierung des Kaders von 27 Spieler auf 23 Spieler

    7. Juni: Ende des Trainingslagers in Südtirol

    8. Juni: Deutschland - Saudi-Arabien in Leverkusen (19.30 Uhr)

    12. Juni: Abflug von Frankfurt/Main nach Moskau

    WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli)

    17. Juni: Deutschland - Mexiko in Moskau (17 Uhr)

    23. Juni: Deutschland - Schweden in Sotschi (20 Uhr)

    27. Juni: Deutschland - Südkorea in Kasan (16 Uhr)

  4. Einen Tag nach dem 3:1-Triumph im Champions-League-Finale gegen den FC Liverpool haben sich die Spieler von Real Madrid in der spanischen Hauptstadt von ihren Fans feiern lassen.

    Mittendrin natürlich: Cristiano Ronaldo. Nachdem der Superstar am Abend nach dem dritten Erfolg in Serie noch seinen Weggang angedeutet hatte, beruhigte er nun die Fans: "Wir haben dank euch unsere Geschichte weitergeschrieben. Es ist ein Moment zum Geniessen, ein Moment der Fröhlichkeit. Hala Madrid. Danke euch allen...und bis nächstes Jahr.

    Zwar sagte er nicht konkret, dass er auch in den kommenden Saison das Real-Trikot überstreifen werde, doch mit der Verabschiedung erweckte er den Eindruck, doch nicht die Biege machen zu wollen.

    Unmittelbar nach dem gewonnenen Champions-League-Finale hatte Ronaldo noch die Freude der madrilenischen Fans mit der Andeutung seines Abschieds gedämpft. "Es war sehr schön, bei Real zu sein", sagte der Weltfußballer bei beIN Sports. "In den nächsten Tagen werde ich mehr sagen und den Fans antworten, die immer an meiner Seite waren. Wir haben Geschichte geschrieben, aber jetzt genießen wir diesen Erfolg."

    Wenig später relativierte der Portugiese dann aber seine Aussagen und wollte diese nicht als Abschiedsankündigung verstanden wissen: "Ich sage nicht, dass ich gehe."

  5. Die Chancen, dass Manuel Neuer bei der anstehenden WM in Russland im deutschen Tor stehen wird, werden von Tag zu Tag besser.

    Nachdem Bundestrainer Joachim Löw dem Bayern-Keeper am Samstag eine Einsatzgarantie gegeben hatte, falls es Neuer in den Kader schafft, äußerte sich nun der Schlussmann selbst über seinen aktuellen Zusatnd.

    "Der Fitnesszustand ist gut. Ich denke, dass die Trainer und Fitnesscoaches sehr zufrieden sind", sagte Neuer bei dfb.de. "Sie haben mich in einen sehr guten Zusatnd bekommen. Wir haben gut gearbeitet, auch bei Bayern. Deshalb bin ich wirklich guter Dinge."

    Sein ausgestandener Mittelfußbruch belaste ihn nicht mehr, verrät Neuer. Entsprechend gehe er auch Zweikämpfen nicht aus dem Weg. "Ich finde, wenn man zurückzieht, kann mehr passieren als wenn man durchzieht."

    Der 32-Jährige hat wegen eines Mittelfußbruchs seit September kein Spiel mehr bestritten. Im Trainingslager in Südtirol arbeitet Neuer hart an seinem Comeback und macht dabei "einen sehr guten Eindruck", wie Löws Assistent Marcus Sorg am Samstag versicherte.

  6. Der Australier Will Power hat zum ersten Mal bei den legendären 500 Meilen von Indianapolis triumphiert.

    Der Chevrolet-Pilot setzte sich in der 102. Auflage des Oval-Klassikers nach 200 Runden vor seinem Markenkollegen und Pole-Setter Ed Carpenter (USA) durch und strich 2,5 Millionen Dollar Preisgeld ein (rund 2,1 Millionen Euro).

    Der Neuseeländer Scott Dixon (Honda), der 2008 die Indy 500 gewonnen hatte, wurde Dritter.

    Für Danica Patrick, die wohl bekannteste Frau im internationalen Motorsport, endete der letzte Auftritt im berühmten "Nudeltopf" in einer herben Enttäuschung. 

    Ein Crash zum Abschluss

    Die US-Amerikanerin, die für den Klassiker noch einmal ins Cockpit zurückgekehrt war und mit den Indy 500 nun ihre Karriere beendet, verlor in der 68. Runde die Kontrolle über ihren Wagen und krachte in die Begrenzungsmauer. Patrick blieb unverletzt.

    "Spiderman" Helio Castroneves (Brasilien) muss derweil weiter auf seinen vierten Sieg in Indianapolis warten, durch den er mit den Rekordgewinnern A.J. Foyt, Al Unser und Rick Mears gleichziehen würde.

    Castroneves schied in der 146. Runde aus, sein letzter Indy-Erfolg liegt neun Jahre zurück. Für Vorjahressieger Takuma Sato (Japan) war das Rennen nach einem Unfall schon nach 46 Runden vorbei.

    Das Rennen wurde nach sieben Unfällen insgesamt 41 Runden unter Gelber Flagge gefahren.

  7. Das allgemeine Misstrauen verfolgte Christopher Froome bis in die antiken Straßenzüge der Ewigen Stadt.

    Am Finaltag des Giro d'Italia in Rom fuhr der Brite im Rosa Trikot und auf einem gleichfarbigen Rad ungefährdet dem Ziel entgegen, ehe ihm im Schatten des gewaltigen Kolosseums der Siegerpokal Trofeo Senza Fine überreicht wurde. Seine Freude teilten längst nicht alle.

    Es gibt nicht wenige, die wünschten, Froome wäre niemals angetreten. Sein erster Gesamtsieg bei der Italien-Rundfahrt ist durch die noch immer ungeklärte Salbutamol-Affäre überschattet und schwer belastet.

    Wird der der Giro-Sieg gestrichen?

    Noch ist völlig offen, ob der Triumph des Briten Bestand haben oder wegen einer möglichen Doping-Strafe aus den Ergebnislisten gestrichen werden wird. Für Froome ging in Rom zwar ein Karrieretraum in Erfüllung, für den Radsport ist sein Erfolg ein denkbar ungünstiges Szenario.

    Der viermalige Tour-Sieger versuchte alle Zweifel zu zerstreuen. "Ich habe ein reines Gewissen", sagte Froome. Wenn die Zeit reif sei, würden alle Informationen geteilt: "Ich bin sicher, dass die Leute meinen Standpunkt übernehmen werden."

    Unglaubliche Solofahrt auf 19. Etappe

    Während der WM 2017 im September war Froome von einem positiven Dopingtest auf das Asthmamittel Salbutamol in Kenntnis gesetzt worden. Der festgeschriebene Grenzwert war bei einer während der Vuelta entnommenen Probe um das Doppelte überschritten worden. Noch immer ist unklar, wann es ein Urteil geben wird. Der Radsport-Weltverband UCI hatte im Vorfeld des Giros aber betont, dass Froome ein Sieg nachträglich aberkannt werden könnte.

    Im Angesicht der ungelösten Affäre sorgte die Art und Weise, wie Froome zum Titel fuhr, für Stirnrunzeln. Zwei Wochen hatte Froome nicht nur die gewohnte Dominanz vermissen lassen, mehr noch: Er fuhr lange sogar hinterher. Erst in der Schlusswoche, und nicht zuletzt bei seinem sagenhaften 80-km-Solo ins Rosa Trikot am Freitag, drehte der 33-Jährige mächtig auf.

    Vergleich mit Dopingsünder Landis

    "Una fuga d'altri tempi", kommentierten die Italiener die 19. Etappe, eine Flucht aus einer anderen Zeit. Was wohl als Reminiszenz an Italiens Ikone Fausto Coppi gemeint war, konnte auch ganz anders gedeutet werden. "Er hat einen Landis gemacht", sagte der völlig perplexe neuseeländische Radprofi George Bennett (Team LottoNL–Jumbo) - und lachte süffisant.

    Floyd Landis hatte bei der Skandaltour 2006 nach einem kolossalen Einbruch am Vortag mit einer nicht für möglich gehaltenen Solofahrt - unter Dopingeinfluss - den Grundstein für den Tour-Sieg gelegt. Der Titel wurde dem US-Amerikaner später aberkannt. Vor der Schlussetappe betonte Bennett, mit seiner Aussage keine Doping-Anspielung getätigt zu haben. 

    Siege bei allen großen Rundfahrten

    Froome jubelte ungeachtet dessen über den sportlichen Erfolg. Der Giro d'Italia war die einzige große Landesrundfahrt, die er noch nicht gewonnen hatte. Neben vier Siegen bei der Frankreich-Rundfahrt hatte er einmal bei der Vuelta in Spanien triumphiert.

    Der Giro-Sieg soll für Froome auch den erste Schritt zum seltenen Double aus Giro und Tour sein, das zuletzt Marco Pantani (1998) glückte. Zudem gewann er als erst dritter Profi nach Eddy Merckx (1972/73) und Bernard Hinault (1982/83) die drei großen Rundfahrten in Serie. Alle drei Grand Tours hatten vor ihm bisher lediglich sechs Fahrer für sich entschieden. 

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